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Sonntag, 20.09.2020

Jessica von Bredow-Werndl verliert Duell auf Augenhöhe gegen Werth

Die gestrige Goldmedaille für Jessica von Bredow-Werndl mit TSF Dalera BB war eine klare Sache: Die Beste hatte gewonnen und zum ersten Mal durfte die 34-Jährige über einen Einzeltitel jubeln. Heute, in der Kür, war die Sache auch klar. Wieder stand die Beste vorne, aber diesmal war es Isabell Werth. Und doch lieferten sich die beiden Mannschaftskolleginnen ein Duell auf Augenhöhe. Jessica von Bredow-Werndl hatte vorzulegen und tat das in beeindruckender Weise. Die 13-jährige Trakehner Stute tanzte zu den Melodien aus La La Land und präsentierte sich in Top-Form. Sogar deutlich gelassener und relaxter als noch gestern im Special. Alles passte, alles lief rund. Am Ende standen da 89,35 Prozent. Doch es reichte nicht ganz.

Wenn Isabell Werth einmal geschlagen wurde, dann wird sie noch besser. Das weiß man. Und das wusste auch Jessica von Bredow-Werndl. Und so haute Werth mit Weihegold eine Kür zu den unglaublich beschwingten italienischen Klassikern heraus, die es in sich hatte. Es wunderte nicht, dass die mehrfache Olympiasigerin im Anschluss erzählte, dass das eine der besten Küren war, die Weihegold OLD jemals gezeigt habe. Ja. Während bei Bredow-Werndl alles passte, passte es bei Werth eben noch ein bisschen mehr: 90,825 Prozent. Das war das zweitbeste Ergebnis, das Werth je erritten hat. Wow.

Über Bronze durfte sich Dorothee Schneider mit Faustus freuen - mit 81,600 Prozent waren die beiden jedoch nicht in der Top-Liga der beiden Erstplatzierten.

Wenn es diesmal "nur" Silber war, so konnte Jessica von Bredow-Werndl immerhin am Vormittag die Siegerehrung anführen. Mit Ferdinand BB siegte die Reiterin, die mit Dressurfit ein eigenes Sportprogramm entwickelt hat, im Kurz Grand Prix mit satten 75,047 Prozent. Ihr Teammitglied von Aubenhausen, Raphael Netz, wurde mit dem KWPN Elastico Dritter mit 71,884 Prozent. Ebenso Platz drei gab es für den EM-Dritten mit seinem Lacoste im Piaff-Förderpreis. Hier standen 72,860 Prozent am Ende im Protokoll. Der Sieg ging erwartungsgemäß an Einzeleuropameisterin Ann-Kathrin Lindner mit FBW Sunfire (76,837 Prozent). (mos)

Foto: Stefan Lafrentz
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