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Mittwoch, 26.02.2020

Neumünster: Triumph für Jessica von Bredow-Werndl

Foto: Lafrentz
Foto: Lafrentz
An den deutschen Dressurreitern und ihren Pferden gab es in Neumünster kein Vorbeikommen. Bei der 70. Auflage der VR-Classics in den Holstenhallen feierten Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB ihren zweiten Weltcup-Sieg in dieser Saison.

Ein perfekter Tag für Jessica von Bredow-Werndl: Im hohen Norden feierte die Bayerin nicht nur den Sieg in der Grand Prix Kür, sondern auch noch ihren 34. Geburtstag. Mit ihrer Trakehner Stute Dalera stellte sie zudem eine neue persönliche Bestleistung auf – 89.640 Prozent, dabei vergaben die Richter 35 Mal die Höchstnote Zehn. „Es war ein unglaubliches Gefühl heute in dieser speziellen Atmosphäre zu reiten. Während der Prüfung hört man keinen Mucks vom Publikum und danach explodiert die Stimmung“, sagte Jessica von Bredow-Werndl und ergänzte: „Ich war mir nicht sicher, ob diese besondere Halle Dalera liegt, aber heute wollte sie sich einfach präsentieren. Sie hat einen ganz besonderen Charakter: Zu Hause ist sie wie ein Hündchen, ganz ruhig und verschmust. Und auf dem Turnier ist sie ein Rockstar und will zeigen, was sie kann.“

Die beiden hatten bereits im November in Stuttgart die Weltcup-Kür gewonnen, zudem sammelte von Bredow-Werndl mit ihrer Stute Zaire-E weitere Weltcup-Punkte, sodass sie das Gesamtranking nun mit 72 Punkten anführt. Eine Teilnahme am Finale in Las Vegas mit Dalera schloss die Reiterin allerdings aus, mit ihrem Spitzenpferd will sie sich voll auf den Sichtungsweg zu den Olympischen Spielen in Tokio (24.7.-9.8.) konzentrieren. „Mit Zaire will ich noch die Weltcup-Etappe in Den Bosch reiten und dann entscheiden, ob wir zum Finale nach Las Vegas fahren“, sagte Jessica von Bredow-Werndl. „Es wird schwierig, in das deutsche Team für Tokio zu kommen. Aber es ist mein großes Ziel für dieses Jahr. Der Sieg heute war ein Etappenziel.“

Erstmals die 80-Prozent-Marke knackten Benjamin Werndl (Aubenhausen) und Famoso OLD – und wie: 85.165 Prozent bedeuteten Rang vier und weitere wichtige Weltcup-Punkte.

Mit insgesamt 65 Weltcup-Punkten liegt Benjamin Werndl im Gesamtranking nun hinter seiner Schwester auf Rang zwei, dicht gefolgt von Helen Langehanenberg, die auf Platz drei rangiert. Nach Neumünster stehen nun mit Göteborg/SWE und s’Hertogenbosch/NED noch zwei weitere Weltcup-Stationen auf dem Programm, ehe es im April (15. bis 19.) zum Finale nach Las Vegas/USA geht. Neun Teilnehmer der Westeuropa-Liga, in der auch die deutschen Reiter starten, dürfen in der Casino-Metropole antreten, maximal jedoch drei aus einer Nation. Einen der deutschen Startplätze nimmt bereits Isabell Werth als Titelverteidigerin ein. (Martina Scheibenpflug)
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