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Freitag, 14.01.2022

Affäre Beerbaum: Stellungnahme von bayerischen Offiziellen

Zu den Vorwürfen gegen den Riesenbecker Springreiter Ludger Beerbaum wegen angeblichen Barrens hat Dr. Michael Hubrich, Vorsitzender der Landeskommission Bayern, Stellung genommen. „Solche Vorwürfe sind sehr schlecht für das Renommee des Reitsports. Selbstverständlich lehnen wir jede Trainingsmethode, die Pferden Schaden oder Schmerzen zufügt, entschieden ab. Das ist niemals in unserem Sinne. Allerdings handelt es sich hier um ein laufendes Verfahren, da müssen wir jetzt abwarten, was die Ermittlungen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung ergeben“, sagt der Funktionär des Bayerischen Reit- und Fahrverbands.

Eine klare Meinung hat Josef Weishaupt. Der bayerische Landestrainer aus dem schwäbischen Jettingen verurteilt schon mal die Art und Weise, wie der Fernsehbeitrag zustande kam. „Wenn jemand sich unter falschem Namen auf einer Reitanlage einschleicht und heimlich filmt, dann ist das nicht nur Bildzeitungs-Niveau, sondern dann will er dem Reitsport auch ganz klar Schaden zufügen, was er im konkreten Fall ja auch geschafft hat.“ Auch sei der Fernsehbeitrag in seinen Augen eindeutig manipuliert worden. „Man hört hier bei jedem Schlag ein lautes Klacken, aber wenn Sie mit einer Stange auf ein Pferdebein schlagen, dämpft die Haut das Geräusch und man hört gar nichts“, kritisiert Weishaupt, dessen Söhne seit vielen Jahren erfolgreich im Springsport an den Start gehen. „Obendrein wäre jeder Reiter dumm, der sein Pferd auf diese Weise quält und verängstigt. Wenn die Pferde Angst haben, mindert das immer die Leistung.“

Ein leichtes vorsichtiges Touchieren dagegen mit einer dünnen Stange sorge bei nachlässig gewordenen Pferden für Respekt, allerdings dürfe diese Trainingsmethode nur sehr zurückhaltend angewandt und dem Pferd hierbei keineswegs Schmerzen zugefügt werden. (ms)

 

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