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Donnerstag, 22.09.2022

Ludwigsburg: Benjamin Werndl erreicht mit Discover persönliche Bestleistung im Prix St.Georges

Benjamin Werndl und Discover erzielen persönliche Bestleistung in Ludwigsburg. Foto: Doris Matthaes
Benjamin Werndl und Discover erzielen persönliche Bestleistung in Ludwigsburg. Foto: Doris Matthaes

Benjamin Werndl und sein Nachwuchspferd, der neunjährige Rheinländer Discover von Don Frederic, konnten in Ludwigsburg den Prix St.Georges gewinnen - mit neuer persönlicher Bestleistung. 73,324 Prozent vergaben die Richter für die harmonische Vorstellung. In den Traversalen und im Schulterherein zeigte der Wallach viel Schulterfreiheit und gutes Kreuzen, blieb dabei elastisch und schwungvoll. Auch in der Galopptour gab es etliche Höhepunkte, hier konnte der Youngster in den Pirouetten eine gute Lastaufnahme und Versammlungsbereitschaft zeigen. Generell wirkte der Youngster sehr vertrauensvoll und konzentriert, nur einmal wieherte er nach seinen Stallkollegen. Davon ließ sich der ruhig am Sitz agierende Benjamin Werndl jedoch nicht aus dem Konzept bringen.

Zweite wurde Dorothee Schneider mit ihrem neunjährigen Franziskus-Sohn Flashback (72,529 Prozent). Besonders im Galopp kann der Dunkelbraune überzeugen, die Wechsel springt er sicher mit schöner Bergauftendenz. Für die Galoppwechsel zu drei Sprüngen gab es sogar im Mittel eine 8,1 von den Richtern. Im Schritt könnte sich der Hengst noch etwas mehr dehnen und raumgreifender schreiten, dies ist allerdings Kritik auf sehr hohem Niveau. Dritte wurde die Schweizerin Birgit Wientzek Pläge mit der achtjährigen All at once-Tochter Ascona (71 Prozent). Die kräftige Fuchsstute macht einen tollen Job für ihr Alter und zeigt sich schon sehr routiniert, was die Reiterin zwischendurch lobend quittierte. Die halben Galopp-Pirouetten waren sehr zentriert und gesetzt gesprungen, auch die Galoppwechsel zu drei und vier Sprüngen schön im Fluss und gut ausbalanciert. Rührend, wie sehr sich die Reiterin nach der Prüfung über die Leistung ihres Pferdes freute und sich bei der Stute bedankte. Platz vier ging an die für Luxemburg startende Kristine Moller mit dem achtjährigen DSP-Wallach Spectre (70,147 Prozent). Das Paar punktete direkt mit einer guten Trabverstärkung, auch im Schritt überzeugte der Sezuan-Sohn mit gutem Takt und Raumgriff. Platz fünf ging an Anna-Maria Prahl mit der elfjährigen Rock Lady RVL (69,647 Prozent). Die 22-Jährige konnte vor allem in der Trabtour die Stärken ihrer Rock Forever I-Tochter ausspielen, in den Seitengängen begeistert die Stute mit der viel Schulterfreiheit. Sechste wurde Anna-Christina Abbelen mit dem neunjährigen Oldenburger For Romance II (69,206 Prozent). Die 26-jährige Bereiterin des Hofguts Kasselmann konnte den Hengst gut präsentieren, vor allem die Verstärkungen schön herausreiten. Hervorzuheben hierbei der starke Galopp und die sauber gesprungenen Galoppwechsel. Platz sechs ging an Evelyn Eger im Sattel den neunjährigen Hannoveraners Darjeeling (68,882 Prozent) vor der Dänin Mathilde Koefoed-Nielsen mit dem achtjährigen Dänischen Warmblutwallach Odin Unik (68,735 Prozent). (mj)

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