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Donnerstag, 16.11.2023

Stuttgart: Podestplatz für Thomas Trischberger

Foto: Lafrentz
Foto: Lafrentz

Bei den Stuttgarter German Masters sieht man ein geballter Brüder-Power, genauer gesagt trumpfen Franz und Thomas Trischberger voll auf. Nachdem sich Franz Trischberger in der Einlaufprüfung zum IWEST Dressur Cup gestern den Sieg geschnappt hatte, machte es ihm sein kleinerer Bruder heute nach und sicherte sich in der Einlaufprüfung zum Piaff-Förderpreis einen starken Podestplatz. Die Teilnehmer am Piaff-Förderpreis sind junge Dressurtalente bis 25 Jahre, die auf dem Weg sind, in den großen Sport hineinzuwachsen. Für sie gibt es eine eigene Prüfungsserie mit Stationen auf bedeutenden Turnieren mit dem krönenden Abschluss in Stuttgart. In diesem Jahr gab es im Vorhinein zum Finale leider ein paar Absagen bzw. Verschiebungen. Die Mitfavoritin Semmieke Rothenberger musste aufgrund einer kleinen Verletzung ihres Wallachs Farrington auf einen Start im Finale verzichten. Helen Erbe, die Titelverteidigerin, ist mit ihrem Carlos in Stuttgart für die Weltcup-Tour gesetzt. Das waren natürlich ein paar Wehmutstropfen und dennoch zeigte sich in der heutigen Einlaufprüfung ein gutes Niveau der Finalisten, gar spürte man Championatsfeeling. Denn am Ende setzte sich die diesjährige U25-Europameisterin, Felicitias Hendricks mit ihrem Drombusch, an die Spitze. Das Erfolgspaar spielte ihre gemeinsame Routine voll und ganz aus und brillierte in ihren Stärken, wie beispielsweise den sehr gleichmäßigen Piaff-Passage-Touren oder auch den Galopppirouetten mit guter Lastaufnahme. Zwei Kleinigkeiten gab es im heutigen Kurz-Grand-Prix. Im starken Galopp verlor Felicitas Hendricks einen Zügel und konnte hier keine wirklichen Tempiunterschiede zeigen. Auch die Einerwechsel zeigten sich fehlerhaft. Dennoch, schlussendlich schnappten sich die beiden mit 71,9 Prozent den Sieg. Damit begeben sie sich auf den direkten Weg zum morgigen Titel.

Beim Kampf um den Titel möchte jedoch Thomas Trischberger sicherlich ein ordentliches Wörtchen mitreden. Im Sattel seines zehnjährigen Wallachs Liverpool überzeugte er im heutigen Kurz-Grand-Prix mit einer sehr gleichmäßigen Runde, wobei die beiden einmal mehr mit einer ausdrucksvollen und taktsicheren Piaff-Passage-Tour punkteten. Auch in der Galopptour wusste der Bayer die stets hohe Motivation seines Wallachs in die richtigen Bahnen zu lenken. Die Richter belohnten den ersten Stuttgarter Starts des Erfolgsduos mit 69,9 Prozent, was für den dritten Platz reichte. Zwischen Hendricks und Trischberger schob sich Luca Sophie Collin mit Ferrero (71 Prozent). Die Schülerin von Patrick Kittel punktete sich mit sehr taktsicheren Piaffen und Passagen sowie zentrierten Galopppirouetten zu 71 Prozent. Auch sie hatte in ihrer Prüfung ein paar Fehler: In einer Galopptraversale nahm der Wallach ihr kurz die Hand, zeigte sich teilweise eng im Genick und auch die Einerwechsel gelangen nicht fehlerfrei. Auf den Plätzen vier und fünf folgten Anna Schölermann mit Bon Scolari (69,8 Prozent) und Paulina Holzknecht mit Entertainer Win (69,1 Prozent). Im morgigen Finale kämpfen die U25-Reiter in einem Grand Prix um den diesjährigen Titel des Piaff-Förderpreises.Danach steht fest, wer in die Fußstapfen von Helen Erbe treten wird!

Apropos geballter Brüder-Power: Im Rahmen der German Masters erscheint täglich das RJ-Extra. In dieser Turnierzeitung lesen Sie in der heutigen Donnerstag-Ausgabe ein spannendes Porträt von Franz und Thomas Trischberger. Hier gelangen Sie direkt zur Ausgabe. (msb)

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