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Backstage mit Jessica von Bredow-Werndl: Zwischen Jetlag, Bauchkribbeln und Massagen

Während in Deutschland noch alle am Schlafen sind, ist Jessica von Bredow-Werndl in Japan schon lange auf. Klar, die Zeitverschiebung. Doch auch für die Reiterin von Aubenhausen ging es recht entspannt los, wie sie uns heute exklusiv aus dem Stall berichtete, während die Kaffeemaschine im Hintergrund tönte. Um 8 Uhr war Aufstehen angesagt. Und dann ging es ab zum Equestrian Park. Je nach Verkehr dauert das zwischen 30 und 40 Minuten. Das muss also einkalkuliert werden.

Heute stand für alle deutschen Pferde ein interner Vet-Check auf dem Programm. "Alle Pferde sind gut drauf", berichtete die 35-Jährige freudig. Nach dem Vet-Check gab es Wellness für TSF Dalera BB. Da bei diesem Championat kein Pferdephysiotherapeut dabei sein kann, hat sich die Deutsche Meisterin selbst Techniken ihrer Physiotherapeutin zeigen lassen. "Jetzt lege ich selbst Hand an", lacht von Bredow-Werndl. Nach der Masse geht es weiter mit Füttern. Ach ja - und zwei Mal geführt wurde die Trakehner Stute auch schon, einmal von Paula, der Pflegerin, einmal von der Reiterin selbst.

Jetzt, um zwölf Uhr mittags, ist übrigens Stallruhe für die Pferde angesagt. "Das finde ich ganz cool, denn es ist wirklich heiß", so Jessica von Bredow-Werndl. Von elf bis eins darf keins der Pferde den Stall verlassen. Ungewöhnlich. Aber gar nicht verkehrt.

In dieser Zeit wird die bayerische Dressurreiterin dem deutschen Fernsehen ein Interview geben. Davor steht ein Powernap an und Yoga. Zum Ausgleich. Und nach dem Interview geht es mit Dalera zum Grasen. Vermutlich wird Paula mit ihr vorgehen, Jessi kommt dann später dazu. Das ist mittlerweile Routine geworden. Und um 18.30 Uhr heute ist Familiarisation. Das bedeutet: Reiter und Pferde dürfen in die Arena, um sich mit ihr vertraut zu machen.

Die Reiterin ist guter Dinge: Dalera fühle sich sehr gut an, erklärt sie uns. "Ich habe die letzten Tage wirklich sehr wenig mit ihr gemacht, damit sie ankommen kann. Ich weiß, dass Pferde auch einen Jetalag haben. Ich hatte selbst ein bisschen einen. Aber ich glaube, wir sind jetzt ganz gut eingegroovt."

Na denn. Dazwischen kribbelt es immer mal bei Jessica von Bredow-Werndl. Die Vorfreude auf die Olympischen Spiele. Mal heftig, mal weniger heftig ist es, sagt sie. "Im Moment geht es", schmunzelt sie. "Ich weiß aber, dass es wieder kommt. Und das ist auch gut so, ich brauche das, diese Anspannung und das Kribbeln." Die viele Zeit, die sie vor dem ersten Wettbewerb haben, weiß sie besonders zu schätzen. Um Anzukommen, sei das wichtig.

Apropos Ankommen: Das Einreiseprozedere für die Dressurreiter hat auch ganz schön lange gedauert. Aber: Immerhin eine Stunde schneller ging es als bei der Truppe aus Deutschland, die vorab eingereist war. Pech kam hinzu: Der Bus, der die Reiter zur Akkreditierungsstelle ins Olympische Dorf fahren sollte, fuhr ihnen direkt vor der Nase weg. Hieß: eine weitere Stunde warten. Vier, fünf Stunden habe man schon am Flughafen zugebracht, so Jessica von Bredow-Werndl. 12.45 Uhr Ortszeit ging der Flieger zu Boden, um 19.30 Uhr war man zum ersten Mal bei den Pferden. "Das hat ganz schön lange gedauert", so die "Neue" bei den Olympischen Spielen.

Jetzt ist weiter Warten angesagt. Am Freitag ist dann der offizielle Vet-Check - und Samstag geht es los mit dem Grand Prix. So, jetzt aber erstmal Mittagsruhe. (mos)

Foto: Stefan Lafrentz

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