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Vielfalt der Pferderassen: Erfolgreiche bayerische Körung im Landesleistungszentrum Ansbach

BAYERNS PFERDE 11.12.2024

Bei der diesjährigen Verbandskörung im November war für jedermann etwas dabei. Von kleinen Stars bis hin zu imposanten Kaltblütern ging in diesem Jahr das Spektrum der Rassen. Turnusgemäß war in diesem Jahr das Landesleistungszentrum in Ansbach Schauplatz der bayerischen Körung. 21 Jung- und Althengste wurden genannten, 18 bewarben sich schlussendlich für ein positives Körurteil. Auch in diesem Jahr wussten zukünftige Vatertiere herauszustechen. 

Gleich der erste Block des Tages, den Robustponyrassen, ermöglichte den Besuchern und Ausstellern eine ansprechende Rassenvielfalt. Wie im Jahr zuvor konnte eine Fjordpferdehengst sich an die Spitze des Lots setzen. Der in Dänemark gezogene „Piet Frølunde“ aus dem Besitz von Julia Engels (Glonn), bestach zum einen mit seinem überlegenen Interieur und zum anderen mit einer sehr guten Typausprägung bei stets lockerem, schwunghaftem Bewegungsablauf und exzellenter Mechanik am Sprung. Aufgrund all dieser positiven Eigenschaften konnte der Sohn des Tronn Fjording die Prämienanwartschaft erhalten. Der Reservetitel der Robustponyrassen ging an den äußerst maskulinen, sowie typstarken und auf solidem Fundament stehenden Shetlandponyhengst „Silbersee‘s Legolas“ (v. Gedsagergards Lexus, im Besitz von Günther und Georg Schmid (Adelschlag). Ganggewaltig präsentierte er sich im Trabe und Galopp und so marschierte dieser Braunsilberisabell schimmernde Hengste ebenfalls zu einer Prämienanwartschaft.

Im zweiten der Teil der Körung präsentieren sich vier Connemara Hengste und zwei Reitponyhengste. „Patriks Maidin“ aus der Zucht von Ulrike Krüger und nun im Besitz von Tanja Lerch, präsentierte sich der Kommission zur Anerkennung in Bayern, da er bereits im hessischen Zuchtgebiet gekört wurde. Zum gefeiteren Siegerhengste avancierte der sehr weit entwickelte und überaus typstarke Connemara Hengst „Lucifer des Zerailles“. Joséphine und Christopher Jörg (Schondra) stellten diesen imposanten Sohn des Harington de la Faye aus. Dieser Rappe überzeugte mit ergiebigen, elastischen und taktsicheren Grundgangarten, am Sprung mit guter Übersicht und Vorsicht. Auch dieser Hengst darf sich von nun an mit einer Prämienanwartschaft zieren. Der Reservesieger des Sportpony -Lotes wurde der fuchsisabellfarbene Sohn des Can Dance. Molina Irene Fuentes (Uffenheim) stellte „Carl can Dance“ aus. Mit Reitpferdepoints ausgestattet im Körper, präsentierte der 142 cm gr0ße Hengst ein effektvolles Vorderbein bei deutlichem Abdruck im Hinterbein.

Den Abschluss der Körung machte der Ring der Spezialpferderassen. „Kadja da la Prise“ im Stockmass am oberen Limit, konnte er dennoch mit seinem gut modellierten und kalibrigem Körper, bei kräftigem Fundament überzeugen. Der Bewegungsablauf taktischer, fleißig bei gutem Ablauf vorgetragen überzeugte dieser Percheron Hengst aus dem Besitz von Franz Kißlinger aus Nürnberg. Dieser imposante Schimmel erhielt für seine Darbietung die Siegerschärpe.

Reservesieger wurde der Irish Cob Hengst „Mr. Quincy“ von Andrea Zeller (Ebersberg). Im Seitenbild mit ansprechendem Vorderpferd ausgestattet und guter Bemuskelung, konnte der Hengst auch im Gangbild überzeugen. Locker, elastisch und mit deutlichem Schub aus dem Hinterbein in den schwunghaften Gangarten unterstrich der Hengst seine Qualität. Der dritte gekörte Hengst in diesem Lot war „Lanero“. Hans-Lothar Lange (Gilching) präsentierte seinen in der Schweiz bereits gekörten und leistungsgeprüften Freiberger Hengst. Äußerst Sportiv aufgemacht und deutlich im Rassetyp stehend beweis Lanero auch seine Bewegungsqualität im Freilauf. Besonders hervorzuheben ist das ausgeglichene Interieur dieses Hengstes!

Allen Aktiven Austellern, Besitzern und Helfern der gelungenen Körung in Ansbach sei herzlichst gedankt.

Text: Béatrice Große- Freese , LfL-ITZ Grub