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BAYERNS PFERDE 23.02.2025
Drei Tage Heimreise stehen vor Helmut Schönstetter, seinem Team, das ihn auf Turniere begleitet, und den zehn Pferden. Mit dem Lkw geht es aktuell vom südspanischen Vejer de la Frontera zurück in die Heimat Bayern, in der er mit seiner Familie einen Pensions- und Ausbildungsstall führt, wobei er eben gerade für die Ausbildung der jungen Pferde verantwortlich ist. In diesem Bereich arbeitet er mit Max Kühner zusammen, der die Pferde dann meist übernimmt. Dieses Wochenende in Spanien stand ganz im Zeichen der jungen Pferde. Auch wenn es eine weite Strecke ist, es lohnt sich, so Helmut Schönstetter: „Man kennt da unten mittlerweile schon so viele, die Besitzer der Anlage sind sehr freundlich, es ist ein bisschen wie eine zweite Heimat und immer sehr herzlich. Mal abgesehen davon, dass Andalusien eine super schöne Region ist, bieten auch die Anlage und das Turnier durch die verschiedenen Plätze viele tolle Möglichkeiten für die jungen Pferde.“
Und diese Möglichkeiten hat er auch diese Woche genutzt. Gleich zum Start des Turniers am Dienstag holte sich Schönstetter mit Stute Gwendolyn in einer Prüfung für achtjährige Pferde über 1,40 den ersten Platz. Weiter ging es dann am Mittwoch mit einem siebten Platz mit dem Wallach De Luxe de Plaisir in einer Prüfung für siebenjährige Pferde über 1,40 Meter. Und auch Gwendolyn konnte er an diesem Tag erneut platzieren. Für die beiden gab es Platz drei in einer 1,40 Meter Prüfung für Achtjährige. Am Donnerstag holte er dann in der Medium Tour über 1,45 Meter den 12. Platz mit Eic Arwen, einer neunjährigen schwarzen Stute, bevor es dann wieder richtig aufwärtsging:
Einen weiteren Sieg konnte er mit Gwendolyn in einer Prüfung für achtjährige Pferde über 1,45 mit einer Nullrunde und einer Zeit von 64,30 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Thomas Gilles mit 66,43 Sekunden verbuchen. Ähnlich gut wie der Donnerstag aufgehört hatte, startete auch der Freitag mit einem zweiten Platz in einem Zwei-Phasen-Springen über 1,45 Meter, den er mit Toulanda Degli Assi, einer elfjährigen Stute erritt. Hier trennten ihn nur wenige Bruchteile vom Sieg, denn in der ersten Phase war er sogar schneller als der Sieger, die zweite Phase schloss er mit 27,28 Sekunden knappt hinter Nicolas Sers aus Frankreich mit 27,19 Sekunden ab. Für Helmut Schönstetter das Highlight an diesem Wochenende, denn Toulanda ist etwas ganz Besonderes für ihn. „Sie ist mein Herzenspferd. Sie kämpft so viel für mich und hat so viel Herz, sie ist einfach mein Schleifenpony. Wir harmonieren einfach, deswegen bleibt sie auch bei mir,“ erzählte Helmut Schönstetter über die braune Stute. Der Plan für das Dreamteam ist deswegen klar: vorne mitreiten und irgendwann züchten, denn die Tochter von Toulon und Ulzhane St. Winoc hat viel Potenzial. In Spanien bildete dieses Mal aber ein anderes Pferd den Abschluss, was die Platzierungen angeht. Gestern gab es mit Eic Arwen den fünften Platz in der Medium Tour über 1,50 Meter in einem Zwei-Phasen Springen.
„Für uns war dieses Wochenende super erfolgreich, die Entwicklung der Pferde war groß. Das ist auch das, was mir an der Arbeit mit den jungen Pferden so viel Spaß macht: den Fortschritt zu sehen und sie mit Max auf ein Top-Level zu bringen und zu vermarkten,“ so Schönstetter.
Und dass das gerade richtig gut gelingt, zeigt auch sein Stand auf der Weltrangliste. Denn mit Platz 294 Punkten steht er aktuell so gut da wie noch nie zuvor. Ein Erfolg, den er, wie er betont, aber auch seiner Familie, seiner Freundin und seinem gesamten Team zu verdanken hat, die hinter ihm stehen, ihn auf die Turniere begleiten und vor allem auch Zuhause im Betrieb den Rücken freihalten.