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BAYERNS PFERDE 19.09.2025
Die Amateure sind ein wesentlicher Grundpfeiler in der deutschen Turnierlandschaft. Seit 2017 bieten ihnen die Deutschen Amateur-Meisterschaften (DAM) und die Deutschen Amateur-Championate (DAC) eine sportliche Plattform auf hohem Niveau. Seit 2020 finden die DAM und DAC Dressur und Springen im Westfälischen Pferdezentrum in Münster-Handorf statt. Auch in diesem Jahr ist ein starkes Team an Amateurreitern aus Bayern nach Münster-Handorf gereist und erlebte einen tollen Auftakt.
Besonders gut ist Paulina Antonia Welcker in die Deutschen Amateur-Meisterschaften gestartet. In der ersten Wertungsprüfung, einer S-Dressur, setzte sie mit Zenturion und 70,1 Prozent eine erste deutliche Messlatte.*
Schlussendlich musste sie sich nur knapp Lea-Sophie Klein mit Be Happy (70,3 Prozent) geschlagen geben. Paulina Antonia Welcker überzeugte gleich in der Trabtour mit viel Ausdruck und Gleichmaß. Hinzu kamen präzise zentrierte Galopppirouetten und schnurgerade Serienwechsel. Besser hätte ihr Start in die Deutschen Amateur-Meisterschaften kaum ausfallen können!
Auch Veronika Engel und Foundition drehten eine sehenswerte Runde, die mit 66,2 Prozent belohnt wurde. Leider fehlte das letzte Quäntchen Glück, und so musste sie sich mit Rang 19 – dem ärgerlichen ersten Reserverang – zufriedengeben. Für sie gilt es nun ebenso wie für Sophie Röthig mit Belcanto del Mondo, im kleinen Finale die Daumen zu drücken.
Im Deutschen Amateur-Championat gab es für den Freistaat ebenfalls eine Platzierung: Dr. Stephanie Koch durfte sich mit ihrer bewegungsstarken Henriettenhof’s Kenia über Platz zwölf freuen (68,3 Prozent). Damit verpasste sie den direkten Einzug ins Finale – den die besten neun Reiterinnen und Reiter schafften – um Haaresbreite. Doch auch sie hat im kleinen Finale noch eine Chance. Das gilt ebenso für Josefine Fischer mit Flintstone, die sich auf Rang 24 einreihen konnte.
Auch auf dem Springplatz durfte am ersten Turniertag der Deutschen Amateur-Meisterschaften in Münster-Handorf aus bayerischer Sicht gejubelt werden: Daniel Gantner und sein vorsichtig springender Holsteiner Caytano spielten in der ersten Wertungsprüfung – einem 1,40-Meter-Springen – ihre ganze Routine aus und sicherten sich mit einer Zeit von 69,84 Sekunden Rang zwölf und damit eine Platzierung. Damit befinden sie sich weiterhin in direkter Schlagdistanz zum Podest.
Der Sieg in dieser Prüfung ging an Christin Lehrfeld mit Pleyada (64,86 Sekunden). Apropos Schleife: Im Deutschen Amateur-Championat gelang Sandra Baumgärtner mit Fortuna eine tolle Nullrunde. Ihre Zeit von 66,90 Sekunden bedeutete Rang 13 – ebenfalls eine Platzierung. Den Sieg in dieser Prüfung sicherten sich Alexandra Tebbe und Skala mit der schnellsten Runde des Tages (59,90 Sekunden).
Damit hat der Freistaat nach dem ersten Turniertag gleich mehrere Medaillenchancen – und es heißt weiterhin: Daumen drücken!