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Salzburg: Personal Best für Isabel Freese und Podestplatz für Selina Söder

BAYERNS PFERDE 06.12.2025

Bei den Amadeus Horse Indoors in Salzburg standen am Samstag gleich mehrere Dressur-Highlights an, unter anderem starteten die CDI5*-Reiter ins Turnier und die U25-Reiter fanden ihren Abschluss in der Grand Prix Kür.

Bei den U25-Reitern zeigte sich heute erneut ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Selina Söder und Paul Jöbstl. Für Erstere war das Turnier in Salzburg in doppelter Hinsicht ein ganz besonderes. Es war ihr letztes Turnier bei den U25-Reitern. Klar, dass die Bayerin das Turnier mit Vita di Lusso voll und ganz genießen wollte. Dabei blieb der Erfolg natürlich nicht aus. Nach Platz zwei im U25-Grand Prix wurde es auch in der Kür der Silberrang. Mit bestens zentrierten Galopppirouetten, aktiv abfußenden Piaffen und weit kreuzenden Trabtraversalen punkteten sich die beiden zu 73,4 Prozent. Dabei kosteten ein Angaloppieren nach der Grußaufstellung, ein verspätetes Angaloppieren nach der Schritttour sowie misslungene Einerwechsel beim ersten Versuch wertvolle Punkte. „Vita ist einfach ein super toller Partner. Er ist ein riesiger Quatschkopf und möchte immer spielen. Wenn es aber darauf ankommt, dann ist er absolut bei der Sache und möchte unbedingt alles richtig machen“, beschreibt Selina Söder den zehnjährigen Wallach. Trotz der Fehler ließ die Grand Prix Kür von Salzburg positiv in die Zukunft blicken. „Es war mein letztes U25-Turnier. Nächstes Jahr möchte ich gerne einfach weiter mit Vita zusammenwachsen und gemeinsam die ersten Schritte in die Senioren-Prüfungen wagen. Ich möchte das erste Mal einen Grand Prix Special reiten“, beschreibt Selina Söder. In Salzburg musste sich das Erfolgsduo hinter dem Österreicher Paul Jöbstl mit Die Baroness (74,5 Prozent) einordnen. Die Ränge drei und vier gingen mit Sophia Ritzinger mit Immerdale (67,2 Prozent) und Christian Alexander Kömpf mit Conteur’s Cadeau (66,6 Prozent) ebenso nach Bayern.

Der CDI5*-Grand Prix konnte sich hinsichtlich Besetzung des Starterfelds sehen lassen. Schlussendlich feierte die Dritte des Weltcup-Finales, Isabel Freese, im Sattel des bewegungsstarken 13-jährigen Hengstes Total Hope OLD einen überlegenen Sieg. Für die beiden war es der erste Start nach den diesjährigen Europameisterschaften und Total Hope OLD zeigte sich fast schon glücklich, dass es wieder losgeht. Mit gespitzten Ohren, hochmotiviert und mit viel Ausdruck schnurrten sie sich von einem Highlight zum nächsten. Dabei sind unter anderem die Verstärkungen, Piaffen und Passagen, die Serienwechsel (für die Zweier gab es zweimal die Note 10) und die Galopppirouetten hervorzuheben. Ein kleines Missverständnis in der Zickzack-Traversale kostete sogar noch ein paar Punkte. Unterm Strich zierte am Ende ein neues Personal Best von 76,4 Prozent die Anzeigetafel. Damit verwiesen die beiden die Polin Sandra Sysojeva mit der wieder verbesserten Maxima Bella auf Rang zwei (74,6 Prozent). Nadja Aaboe Sloth komplettierte mit Favour Gersdorf das Podest (73,2 Prozent). Bester Deutscher wurde mit einer sehr korrekten und gefühlvoll gerittenen Runde Moritz Treffinger mit Fiderdance (71 Prozent) auf Rang vier. Die Bayerin Yara Reichert freute sich mit ihrem Springbank II VH über eine weitere internationale Platzierung (67,9 Prozent). Davor rangierte die international für die Schweiz startende Bayerin Jessica Neuhauser. Sie meldete sich mit Rockson nach ihrem Start bei den Europameisterschaften mit 68,2 Prozent und Rang sieben zurück. Sie verlor durch Fehler in den Einerwechseln wertvolle Punkte. Auch die internationale kleine Tour fand ihren Abschluss, wobei sich Alexandra Sessler mit Selected in der S*-Kür mit 68,7 Prozent auf Rang sechs einordnete.