Pferd International München: Plattform für die Nachwuchs-Kracher
Wieder einmal waren es künftige Weltklasse Pferde, die heute bei Pferd International München im Rahmen des Nürnberger Burg-Pokals, der Serie, die schon so viele Spitzentalente auf den Weg gebracht hat, gezeigt wurden. Allen voran die achtjährige Vollschwester des dreifachen Weltmeisters Sezuan, Straight Horse Ascenzione, unter dem Sattel von Helen Langehanenberg. Die Mannschafts-Europameisterin ließ die braune Stute leichtfüßig und harmonisch durchs Viereck tanzen und gewann nach der Einlaufprüfung heute auch die Qualifikation, einen Prix St. Georges Special. Dreimal hatte sich die Zack-Tochter schon für die Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde qualifiziert und sich altersgemäß weiterentwickelt. In München sicherte sie sich schließlich ihr Finalticket.Starke Bayern im hochkarätigen Feld waren Franz Trischberger (Hofgut Allerer) mit Rugby auf Platz vier und Ralf Kornprobst (Selmerhof Pliening) mit Cayenne auf Rang fünf.
Auch im Louisdor-Preis stand heute die Qualifikation an: Isabell Werth lotste die neunjährige Surpris-Tochter Superb im Kurz Grand Prix mit deutlichem Abstand zum Sieg und damit zur Teilnahme am Finale 2021. Leicht war das beileibe nicht. „Superb war super rossig und hat sich beim Abreiten vor allem für die Hengste auf dem Platz interessiert“, so die routinierte Championatsreiterin, Einmal im Viereck, zeigte Superb ihr ganzes Potenzial und glänzte vor allem mit tollen Piaffen und Passagen sowie guten Pirouetten und Serienwechseln.Zweite wurden Valencia As und Fabienne Müller-Lütkemeyer aus Paderborn, gefolgt von der Krefelderin Annabel Frenzen mit SilberStern aus der Zucht ihres Vaters. Auf Rang vier erneut Fabienne Müller-Lütkemeier, die hier Valesco gesattelt hatte.Einzige Bayerin unter den Platzierten: Franziska Stieglmaier aus dem fränkischen Roth und der zehnjährige Hannoveraner Samurai belegten Platz sechs. „Samu hatte immer die Ohren vorne und war hochmotiviert“, freute sich die junge Frau über den Erfolg.
So elitär das Starterfeld im gestrigen Special auch war – für die CDI 4* Grand Prix Kür am letzten Tag blieben leider nur sechs Reiter übrig. Den Sieg sicherte sich hier der Spanier Juan Matute Guimon mit Quantico vor Lena Waldmann (Werder) mit Fiderdance und der Österreicherin Astrid Neumayer mit Zap Zap, davor übrigens vier Jahre lang erfolgreich vorgestellt von Franz Trischberger. (ms)