Aachen: Max Kühner gewinnt den Preis von Europa
Nach einer farbenfrohen Eröffnungsfeier unter dem Motto „160 Jahre deutsch-japanische Freundschaft“ übernahmen im Stadion in der Aachener Soers wieder die Parcours-Spezialisten das Kommando. Der Preis von Europa machte – erstmals unter Flutlicht ausgetragen – den Abschluss des „CHIO Mittwochs“. Es siegte der Starnberger und für Österreich startende Max Kühner mit dem DSP-Wallach Elektric Blue (von Eldorado v. Zeshoek – For Pleasure).Im Sattel seines jung gekauften und selbst ausgebildeten Eldorado van de Zeshoek-Sohns Elektric Blue P war Kühner der erste Starter im zweiten Umlauf und legte mit 56,36 Sekunden eine Zeit hin, die sich für seine elf Konkurrenten als uneinholbar erwies. „Ich habe einfach seinen Rhythmus angenommen und die Sprünge kamen. Er fühlte sich in der zwiten Runde sogar noch besser an als in der ersten.“ Dabei war die Europameisterschaft in Riesenbeck vor zwei Wochen nicht so gelaufen, wie erhofft und Elektric Blue dort nicht in der gewohnten Form gewesen. „Da haben wir viel gelernt“, so Max Kühner. Und das Gelernte konnten sie nun in Aachen umsetzen. „Ich bin sehr froh, dass er wieder in der gewohnten Form ist“, sagte der Wahl-Österreicher, der in Starnberg zuhause ist. Sein Erfolg im Turkish Airlines-Preis von Europa bedeutet für ihn unter anderem die Chance auf einen extra Bonus, wenn es am Sonntag in den Rolex Grand Prix geht, für den er sich nun durch seinen Sieg qualifiziert hat. Da er bereits in ’s-Hertogenbosch den Rolex Grand Prix gewonnen hat, könnte er bei einem weiteren Platz eins in der laufenden Saison 250.000 Euro zusätzlich zum Preisgeld einstreichen. Das ist sein Plan: „Wir werden angreifen und jetzt bin ich natürlich super motiviert, dass das auch klappen kann. Blue fühlt sich wohl im Stadion. Ich hatte das Gefühl, er hatte heute richtig Spaß im Stechen und das gibt mir ein gutes Gefühl für SonntagDie beiden deutschen Starter, die sich dank fehlerfreier Umläufe für die Siegerrunde qualifiziert hatten, reihten sich auf den Plätzen neun und zehn ein. Daniel Deußer (Rijmenam/BEL) startete mit dem zehnjährigen Bingo Ste Hermelle. Den beiden unterlief ein Fehler im entscheidenden Umlauf. Erst seit März hat Deußer den französischen Hengst unter dem Sattel. Ende August gewannen die beiden nach spektakulärem Stechen die Global Champions Tour in Valkenswaard/NED).
Philipp Schulze Topphoff (Havixbeck) und Concordess NRW (von Congress – Acobat), U21-Europameister von 2019, starten erstmals auf der ganz großen CHIO-Aachen-Bühne. Nach dem fehlerfreien ersten Umlauf kamen sie mit acht Strafpunkten aus der Siegerrunde – Platz zehn. Schulze Topphoff hatte am Vortag mit dem westfälischen Wallach Clemens de la Lande (Comme il faut - For Pleasure) die Einlaufprüfung zum Finale von Deutschlands U25-Springpokal der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport und der Familie Müter gewonnen.
Alle Ergebnisse aus Aachen und das gesamte Programm gibt es hier: https://resulting.chioaachen.de/
Am Donnerstag steht ab 19.30 Uhr der Nationenpreis im Springen auf dem Programm – ebenfalls mit besonderer Stimmung unter Flutlicht. Das WDR-Fernsehen überträgt ab 20.15 Uhr live. Das deutsche Nationenpreis-Team bilden Daniel Deußer (Rijmenam/BEL) mit Killer Queen VDM, Marcus Ehning (Borken) mit A la Carte NRW, Christian Ahlmann (Marl) mit Clintrexo Z und David Will (Marburg) mit C-Vier. jbc
Der CHIO Aachen mit den Nationenpreisen in Dressur, Fahren, Springen und Vielseitigkeit läuft noch bis Sonntag. Das Ticket-Kontingent ist kurzfristig aufgestockt worden, die Kapazität in den Stadien durfte auf 50 Prozent erhöht werden, sodass noch Eintrittskarten verfügbar sind. Ticket-Hotline: 0241 – 917 – 1111, Online-Shop: https://tickets.chioaachen.de/shops/103 (bitte Covid-19-Hinweise beachten). (pm/ms)