Christoph Nothegger sorgte in Stadl-Paura für den perfekten CSI2*-Auftakt
Besser hätte das internationale, von 21. bis 24. April 2022 datierte Zwei-Sterne-CSI im Pferdezentrum Stadl-Paura nicht starten können: Bei exzellenten Bedingungen und herrlichem Turnierwetter ertönte zu Ehren des Gold-Tour-Gewinners Christoph Nothegger die rotweißrote Hymne. Sein Landsmann Christoph Obernauer konnte den heimischen Erfolg unterstreichen und holte hinter dem zweitplatzierten Jan Stetina eine Platzierung am Podium.
Das 1,40 Meter hohe Hauptspringen, die von Vital Apotheke gesponserte CSI2*-Gold-Tour, galt als erstes großes Wochenendhighlight, zählte es doch auch schon als erste Grand-Prix-Qualifikation. Im Kräftemessen der angereisten Profis ließen die Gastgeber ordentlich aufhorchen: Nicht weniger als elf Nationen schienen auf der Startliste auf, das Teilnehmerfeld strotzte vor bekannten Namen und umso größer war die Freude, dass am Ende die Alpenrepublik den ersten Triumph in der Großen Tour und somit den Tagessieg verbuchte. Christoph Nothegger hatte bei seiner Runde alles richtig gemacht und setzte sich in astreinen und unschlagbaren 64,50 Sekunden an der Spitze durch. Der Tiroler konnte sich voll und ganz auf seine Top-Stute Twilight 2 verlassen, die sich nach einem knappen Jahr verletzungsbedingter Pause wieder auf internationalem Parkett beweisen konnte - und das in in brillanter und erfolgsgekrönter Manier. Ihr letzter großer Auftritt war beim Nationenpreis in Italien vor knapp einem Jahr. Nach ersten Vorstellungen auf nationalen Turnieren heuer im Frühjahr folgte an diesem Wochenende das erste internationale Springen und dieses hätte sie nicht besser absolvieren können. "Twilight hat sich heute von ihrer besten gezeigt und die Freude ist natürlich sehr groß über unser erfolgreiches Comeback auf internationaler Bühne. Wir fühlen uns sehr wohl in Stadl-Paura und möchten uns auch beim gesamten Organisationsteam für die gelungene Veranstaltung bedanken. Das schöne Areal, die Böden, die Parcours, Organisation – es ist alles vom Feinsten!“, freut sich Christoph Nothegger über seinen grandiosen Auftakt, mit seinem Sieg hat er auch schon das Ticket für den Grand Prix am Sonntag in der Tasche. Beinahe hätte es sogar einen doppelten Triumph für Österreich gegeben, denn der frischprämierte OEPS-Austrian-Riders-Tour-Gewinner, Christoph Obernauer, lieferte mit Clooney 57 eine flotte Runde ab. In 65,13 Sekunden sollte es am Ende das drittbeste Resultat sein. Hauchdünn war der Rückstand auf den zweitplatzierten Jan Stetina, der mit Gylord in 65,10 Sekunden über den von Franz Madl und Hannes Fuchs gestellten Kurs sprang.
Nach makellosen Nullrunden wurden darüber hinaus noch weitere rotweißrote Big-Tour-Platzierungen gesammelt: Lisa Maria Rudigier (10. Rang), Dieter Köfler (11. Rang), Theresa Pachler (13. Rang), Christian Rhomberg (14. Rang), Anna Rantner (15. Rang) und Katharina Rhomberg (17. Rang). Fehlerfrei geblieben waren auch RC-Pferdezentrum-Clubreiter Stefan Eder, Alice Janout und Gerfried Puck.
Erste Entscheidungen in den Rahmenbewerben
Eingeläutet wurde das CSI2*-Wochenende am Donnerstagvormittag mit den Eröffnungsspringen der drei Youngster Touren, die unter der Patronanz von Höveler (1,05 Meter - fünfjährig), Derby Futter (1,15 Meter - sechsjährig) und ASVÖ OÖ (1,25 Meter - siebenjährig) standen. Nicht weniger als 36 fehlerfreie Ritte gab es in den drei Prüfungen zu sehen und darunter waren mit Dieter Köfler auf For Quinn und Kleons Lasco, Roland Englbrecht mit Hickory White, Obora´s Al Capone und Perle DKB, Catrin Glötzer-Thaler mit Kleons Tommy, Jennifer Jaritz auf Clarimo´s All Inclusive und AWÖ-Stute Casablanca, Christoph Nothegger mit dem gekörten und leistungsgeprüften AWÖ-Hengst Rock me Cristallo, Katharina Rhomberg auf Constantin Z, Zarzuela OLD und Colestus Cambridge, Bianca Rüscher auf Ida RZH und Theresa Pachler auf Tibitaba B und Kannans Boy auch rotweißrote Platzierungsgaranten.
Einen Heimsieg für die Gastgebernation Österreich konnte Dieter Köfler im 1,25 Meter hohen Preis der Firma MAUCH verbuchen. Es war das Eröffnungsspringen der Bronze Tour des CSI2*, wo ein heißes Rennen um die Bestzeit entfachte. Der Kärntner ließ der Konkurrenz keine Chance, jumpte mit Chamorka in 60,20 Sekunden zum Sieg und ließ die beiden Amazonen Sophie Lindner auf Deesse de Rueire (65,24 Sekunden) und Alice Janout auf Cardenio-Nachkomme Cadakka (65,79 Sekunden) hinter sich. Zwei internationale Platzierung holte der im Pferdezentrum stationierte Berufsreiter Michael Pobitzer: Gemeinsam mit Elton sicherte er sich in 66,31 Sekunden den vierten Endrang und mit Captain Jack Sparrow 45 in astreinen 68,03 Sekunden den achten Platz. Ebenfalls unter den besten Zwölf war Roland Englbrecht mit Hera E (0/69,53 Sekunden).
Tobias Bachl triumphierte in der von OÖ Versicherung gesponserten CSI1*-Big-Tour und raste in 61,04 Sekunden on Top. Das Podium schien dahinter komplett in rotweißrot: Team-Happy-Horse-Reiter Matthias Atzmüller sorgte mit Sensicell´s Necofina in 64,62 Sekunden für die zweitbeste Richtmarke. Mit knappem Rückstand wurde Katharina Rhomberg (64,68 Sekunden), die ja bereits in den Youngster Touren mit Nullrunden aufhorchen ließ, Dritte. Der zweitplatzierte Matthias Atzmüller zeichnete sich auch mit seinem zweiten Pferd Nelson 240 aus und reihte sich in 67,59 Sekunden an achter Stelle. Tobias Pfingstl vom Team Alpenspann durfte sich über tollen Auftakt freuen und trumpfte mit AWÖ-Stute Copacabana in 68,04 Sekunden am zehnten Endrang auf. Dahinter reite sich Sarah Messner auf Rebekka (68,50 Sekunden) auf Platz elf.
Der European Youngster Cup zählt seit vielen Jahren schon zu den großen Springsporthighlights auf internationaler Bühne. Im Opening am Donnerstagnachmittag zeigte sich ein souveräner Luis Jobst in Siegerlaune. Der Deutsche pilotierte Cazano am allerschnellsten über die 1,35 Meter hohen Hindernisse und ließ seinen Mitstreitern in 63,09 Sekunden schlichtweg keine Chance. Am ehesten kam noch Landsfrau Alia Knack an die siegreiche Zeit heran und wurde mit Campari VII in 63,69 Sekunden zweite. Mit der drittplatzierten Emma Bachl und ihrem Classic White 2 (0/64,42 Sekunden) schien das Podium komplett in schwarzrotgelb. Josefina Goess-Saurau setzte sich mit beiden an den Start gebrachten Pferden gekonnt in Szene: Im Sattel von Mine that Bird legte sie in 66,12 Sekunden das fünftbeste Resultat hin und mit dem ebenfalls fehlerfrei gebliebenen Annaghmore Beach Cruise platzierte sich auf Rang elf (75,71 Sekunden). (PM)