Gunzenhausen: Abschied von Wolfgang Kühlechner
Abschied von Wolfgang Kühlechner: Der Franke, der bei Günzburg aufwuchs und dann jahrzehntelang in Gunzenhausen ansässig war, absolvierte nach der Schulzeit eine Landwirtschaftslehre im Rheinland, nachdem sein Vater als Heeresmusikmeister nach Bonn versetzt worden war. Es folgten die Gehilfenprüfung und die Höhere Landbauschule, die Kühlechner als Ingenieur abschloss. Als er sich 1979 für den gehobenen Dienst beim Freistaat Bayern bewarb und genommen wurde, folgte eine zweijährige Inspektoren-Laufbahn und die Übernahme in den landwirtschaftlich-technischen Dienst mit Schwerpunkt Tierzucht.
Als Nächstes übernahm der Beamte die Tierhaltungsschule in Achselschwang und landete damit wieder bei den Pferden. Bald wurde Kühlechner abberufen zur Pferdezuchtinspektion München, später fiel die Entscheidung für die Übernahme der Pferdezuchtberatung im fränkischen Ansbach. 1996 nach der Reform kehrte Kühlechner zurück nach München ins Landesamt für Pferdezucht und Pferdesport und engagierte sich besonders für die Arbeitsgemeinschaft Süddeutscher Pferdezuchtverbände.
Schon Mitte der 1970er hatte der umtriebige Pferdemann ein besonderes Interesse für Schauen entwickelt. Beim Aufbau der Frankenschau in Nürnberg war Kühlechner maßgeblich beteiligt. 1994 folgte die Faszination Pferd, damals eine kleine Zuchtschau, heute eines der größten Hallen-Pferde-Events Süddeutschlands. Nun ist Wolfgang Kühlechner mit 76 Jahren gestorben.
Einen ausführlichen Nachruf lesen Sie in der September-Ausgabe der BAYERNS PFERDE. (ms)