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Samstag, 27.08.2022 um 15:10

U25-EM: Raphael Netz holt sich die nächste Goldmedaille

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Nach der Mannschafts-Goldmedaille erlebte Raphael Netz heute, in der Einzelwertung, wiederum einen goldenen Moment. Der Bereiter von Aubenhausen sicherte sich mit 73,4 Prozent die Goldmedaille im Kurz Grand Prix. Im Sattel von Ferdinand BB überzeugte Raphael Netz wiederum durch sehr gefühlvolles und korrektes Prüfungsreiten. Die Beiden überzeugten besonders in einer sehr gleichmäßigen Piaff Passage Tour, einem tollen starken Schritt, sowie schönen zentrierten Galopppirouetten. Nach Beschreibungen von Raphael Netz war der dreizehnjährige Wallach heute etwas mehr „an“ und umweltorientiert. Dies machte sich vor den Einerwechseln bemerkbar. In der Ecke verlor Raphael Netz Ferdinand kurz und konnte ihn nicht optimal für die Einerwechsel vorbereiten, woraus zu Beginn der Einerwechsel Fehler resultierten. Auch die Zweierwechsel gelangen zwar fehlerlos, jedoch nicht ganz gelassen im Durchsprung. Hinter Raphael Netz setzte sich überraschend der Spanier Alejandro Oliva Lazaro mit seinem und elfjährigen Wallach Devor und 72,6 Prozent. Dieses interessante Paar überzeugte in sehr ausdrucksvollen Trabtraversalen, einer energisch abfußenden Passage sowie guten Serienwechseln. Die Piaffe gelang schon sehr auf dem Fleck, jedoch könnte sich der Wallach hier noch mehr schließen und fleißiger abfußen. Auch in den Galopppirouetten hätte sich Decor etwas mehr um den inneren Schenkel stellen und biegen dürfen. Der versammelte Schritt gelang nicht ganz geregelt und gelassen, was wertvolle Punkte kostete. Dicht hinter dem spanischen Paar rangierte die 20-jährige Dänin Thea Bech und ihr Dionisis (72,2 Prozent). Die Beiden brillierten, wie schon in der Mannschaftswertung, mit einer sehr ausdrucksvollen und gleichmäßigen Piaff Passage Tour sowie top zentrierten Galopppirouetten. Demgegenüber standen flache Serienwechsel. Auch in den Trabtraversalen nach links könnte der Wallach noch mehr schwingen. Zweitbeste Deutsche wurde Alina Schrader mit ihrer sympatischen Paola. Die Beiden verfehlten das Podest mit 71,7 Prozent denkbar knapp und bestachen durch eine gleichmäßige Passage sowie tolle Serienwechsel. In den Piaffen sowie Trabverstärkungen könnte die Stute noch aktiver aus dem Hinterbein abfußen. Auch in den Traversalen sowie Galopppirouetten müsste sich die Stute noch mehr um das innere Bein stellen und biegen. Alexa Westendarp und ihre Stute Four Seasons FRH rangierten mit 70,6 Prozent auf Rang neun. Knapp dahinter folgte Helen Erbe mit 70,4 Prozent. Alexa Westendarp überzeugte wiederum in ausdrucksstarken Verstärkungen sowie sehr guten Zweierwechsel. Fehler in den Einerwechseln, kleinere Taktstörungen bzw. Stockungen in den Piaffen und Passagen sowie eine große Galoppirouette kosteten wertvolle Punkte. Helen Erbe und ihr Carlos mussten auch teure Fehler in beiden Serienwechseltouren in Kauf nehmen (msb)

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