Bundeschampionate: Gipfelstürmer gelingt Titelverteidigung
Mit einer glatten Neun hatte DSP Gründleinshofs Gipfelstürmer unter seiner Ausbilderin Danica Duen die Finalqualifikation gewonnen. Dabei ging der bayerisch gezogene Ponyhengst aus der Zucht von Cordula Kaus als letztjähriger Bundeschampion sowieso bereits als Favorit ins Rennen der vierjährigen Reitponyhengste, die Erwartungshaltung des Publikums war dementsprechend hoch. All diesen Erwartungen wurde der Sohn des Golden West aus einer Gründleinshof San Royal-Mutter nun mehr als gerecht. Wieder vergab die Jury, bestehend aus Tim Koch, Peter Olsson und Jürgen Uthoff, summa summarum eine 9,0, damit war DSP Gründleinshof Gipfelstürmer aus dem Besitz von Anneke Behr der Bundeschampionatstitel sicher und die Goldmedaille verteidigt. Der Palominohengst, kernig wie eh und je, trabte nach Meinung der Bewertungsgremiums für die Bestnote 10,0. Richter Jürgen Uthoff, der auch den öffentlichen Kommentar übernahm, lobte die dynamische Trabarbeit bei hervorragenden Raumgriff des bildschönen Hengstes. Im Arbeitstrab hatte Gipfelstürmer viel Energie und Elastizität gezeigt. Selbst ein Angaloppieren in der ersten Trabverstärkung konnte sich der Jungspund erlauben, denn der Trab sei in seiner Qualität „unanfechtbar, es geht nicht besser“, betonte Uthoff. In den folgenden Einzelnoten Galopp, Schritt und Ausbildung wertete die Jury mit 8,5. Für das Gebäude wiederum gab es eine 9,5. Uthoff sprach in seiner Bewertung von einem „herrlichen Reitpony-Typ“, der hervorragend im Bergauf konstruiert sei, die enorme Typ-Qualität würde sich „total positiv“ auch auf die Bewegungsqualität auswirken, so das Fazit.
Wie bereits in der Qualifikation setzte sich Daydreamer, ein Rheinländer Sohn des Double Diamond AK – Volano Beau, auf den Silberrang. Unter dem Sattel von Hanna Richter beeindruckte der 2020 gekörte Fuchshengst in Trab und Gebäude mit 9,0, in der Ausbildung vergab die Jury gar eine 9,5. Der Galopp wurde mit einer 8,5 bewertet, der Schritt mit einer 8,0, was in der Endabrechnung eine 8,8 und damit den Vize-Titel machte. Freuen dürfen sich auch Züchterin Seloa Liebrecht sowie Besitzerin Carolyne Liebrecht. Auf das Treppchen vorarbeiten konnte sich Steendieks Daddys Sunny Boy aus der Zucht und dem Besitz von Peter Böge. Unter Mareike Peckholz wusste der Holsteiner Sohn des FS Daddy Cool – The Braes My Mobility vor allem im Galopp mit 9,5 zu punkten. Mit einer 8,6 in der Endnote gab es die Bronzemedaille für den Anfang 2021 in Neumünster gekörten Braunfalben. (akb)