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Montag, 06.02.2023 um 12:24

Klein aber fein – AWÖ Hengsttage 2023 in Stadl-Paura

© honorarfreie Nutzung des Bildes
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Mit den AWÖ-Hengsttagen startet unser Nachbarland Österreich traditionell am ersten Februarwochenende in das neue Zuchtjahr. Über drei Tage präsentierten sich 37 Hengste dem Urteil der Körkommission im Pferdezentrum Stadl-Paura. Die Jury bestand aus Dr. Peter Zechner, Claudia Wuggenig, Christian Aschauer sowie Disziplinexperte Heinz Jörg-Wächter, die die Junghengste, Köraspiranten, Althengste und Reitponys beurteilten. Nach der Pflastermusterung und dem Freispringen der Dressurhengste am Samstag, stand am Sonntag das Freispringen des springbetonten Lots sowie die mit Spannung erwartete Verkündung der Körurteile an. Aus dem qualitativen Lot wurden elf Warmblüter und drei Reitponys gekört.

Dressurbetonter Körsieger: Chin Jazz

Von 14 vorgestellten Dressurhengsten erhielten sechs ein positives Körurteil, fünf von ihnen mit österreichischem A-Brand. Körsieger in dieser Abteilung wurde Chin Jazz, ein AWÖ-Hengst in brauner Jacke. Züchter und Besitzer des typvollen Hengstes (v. Caracciola MT – Jazz) ist Wolfgang Himsl. Bei der Abschlusspräsentation und Siegerehrung hatte Chin Jazz wohl genug von der Veranstaltung und zeigte sich nicht wirklich kooperativ. Die Jury lobte seinen hervorragenden Körperbau, den taktischeren und raumgreifenden Schritt sowie seine hervorragende Trabmechanik. Sein viel zu früh gegangener Vater Caracciola MT sorgte für Aufsehen durch Seriensiegen in Jungpferdeprüfungen, einem Bronzerang im Finale des Bundeschampionats sowie mit Platzierungen auf internationalem Parkett in der Schweren Klasse unter Daniel Bachmann Andersen. Der Titel des Reservesieger und Prämienhengst holte sich der schicke Trakehner Copperfield von Ivanhoe aus der Staatsprämienstute Courona von Rheinklang.

Überschaubares Springlot

Eine etwas kleinere Gruppe verzeichnete das Springlot mit zehn Youngsters, wovon die Hälfte gekört wurde und zwei von ihnen das Prädikat Pramienhengst erhielten. Die Siegerschärpe ging an den OS-Hengst Gleinkerau’s Cavalier aus der Zucht von Irmgard Nienaber und im Besitz von Gerhart A. Himmelmayer. Sein Oldenburger-Springblut geht auf den Hengst Canoso und mütterlicherseits auf Quattro B zurück. Gleinkerau’s Cavalier überzeugte die Jury u.a. durch seine Korrekthei; hier war er laut Heinz Wächter der Beste. Auch am Sprung zeigte er sich hervorragend mit einer extrem guten Hinterhand, die sich über dem Sprung toll geöffnet hat.

Der Reservesiegertitel und damit auch der Titel des besten österreichischen Hengstes ging an den schicken Cinedine (v. Cayado - Classic) aus dem Züchterhaus Großholzner. Hervorzuheben ist seine sporterprobte Großmutter Juvina, die international hocherfolgreich bis 5*-Springen war. Heinz Wächter kommentierte den edlen Hengst mit folgenden Worten: „Er überzeugte von Anfang bis zum Ende mit gleichmäßigen Durchgängen, zeigte immer viel Übersicht und Rhythmus am Sprung. Sein Besitzer, Bruno Wurzinger, konnte bereits mit dem Alibi ElH-Sohn Aramis   einen Reservesieger stellen.

Beim Freispringen wussten danach auch die Ponyhengste zu überzeugen. Von den vier vorgestellten Reitponys wurden drei gekört. Dream of Chocolate von Dallmayr K hieß der strahlende Sieger.

EQUIVA-Junghengst des Jahres 2023

Eine Besonderheit der österreichischen Körung ist die Ermittlung des Equiva-Junghengstes. Hier wird geprüft, ob der vorgestellte Youngster das Potenzial für eine Körausbildung besitzt.  Sieben AWÖ-Junghengste präsentierten sich der Jury. Der Beste unter ihnen wurde zum Equiva-Junghengst gekürt. Den Titel bekam Elvis (v. Erdinger), ein Hengst mit viel Charme und Noblesse. Sein Potenzial erkannt auch Wenzel Schmidt, der nicht lange zögerte und den Nachwuchscrack bereits am Samstag für das Bartlgut erwarb.

Michael Pobitzer vom Züchterforum geehrt

Eine schöne Tradition bei den Bundesveranstaltungen ist die Prämierung des besten Vorführers durch Hugo Matthaes vom Züchterforum. Der Preis ging an den Ausbilder Michael Pobitzer mit seiner Lebensgefährtin Julia Strilka. Pobitzer erhielt diese Auszeichnung schon einige Male, jedoch war es heuer sein Rekordjahr. Insgesamt stellte das Paar 16 Hengste vor und kam laut Ansager auf einen Tagesdurchschnitt von über 30 gelaufene Kilometer. Neun gekörte Hengste, drei Reservesieger und zwei Körsieger durfte der in Stadl-Paura stationierte Berufsreiter mit seinem Team in der Erfolgsstatistik verbuchen. Eine großartige Leistung und eine verdiente Prämierung als bester Vorführer 2023.

Einen ausführlichen Bericht zur Körung mit Ergebnisse finden Sie hier: Das waren die AWÖ Hengsttage 2023 / Verbände / ARGE Warmblut / News (pferdezucht-austria.at) 

 

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