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Mittwoch, 01.03.2023 um 18:55

Ansbach: Baden-Württembergerin siegt zum Auftakt

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Im Rahmen ihres zweitägigen Late Entrys bieten die Ansbacher in diesen Tagen ein volles Programm. Von Dressurpferdeprüfungen bis hin zu einem Grand Prix bleiben den Dressurreitern nur wenige Wünsche offen. Den heutigen Tageshöhepunkt, einer Einsterne-S, dominierte jedoch eine Baden-Württembergerin. Saskia Löwel und ihre Fürstenball-Tochter Fürstenballerina Live feierten schon im November in den beiden Kreuther S-Dressuren einen Doppelsieg. Auch heute knackten sie die 70-Prozentmarke und standen mit 70,5 Prozent ganz vorn. Die Beiden überzeugten in der gesamten Prüfung mit sehr viel Gleichmaß. Highlights waren u.a. die Seitengänge, die Pirouetten auf kleinstem Kreis sowie die schnurgeraden Serienwechsel. 

Hinter Löwel gelang Sophia Scheld und Alexandra Mayr eine kleine Seltenheit und so punkteten sie sich beide punktgleich zu glatten 70 Prozent. Für Sophia Scheld scheint Ansbach oder besser gesagt das benachbarte Brünst ein gutes Pflaster zu sein. Sie beendeten ihre letzte Saison mit einem Sieg in der S-Dressur von Brünst. Im Sattel von ihrer 13-jährigen Stute Dark Velvety überzeugte Sophia Scheld besonders in der Schritttour mit großer Gelassenheit, Taktsicherheit sowie Übertritt. Auch die Galopptour beinhaltete Highlights, wie beispielsweise ausdrucksvolle Serienwechsel sowie gut zentrierte Galopppirouetten. Einzig die Trabtour hätte man sich heute noch schwungvoller gewünscht. Alexandra Mayr und ihr erst achtjähriger Freaky Friday überzeugten in ihrer ersten gemeinsamen S-Dressur mit nicht wenigeren Highlights. So punkteten sie mit einer sehr schwungvollen Trabtour bei guter Anlehnung sowie ausdrucksstarken Serienwechseln. In der ersten Galopppirouette verloren sie wertvolle Punkte, als der Wallach überdrehte und fast umsprang. In Folge daraus nahm Freaky Friday seiner Reiterin den Galoppwechsel nach der Galopppirouette vorweg. Die zweite Galopppirouette gelang besser, jedoch noch groß angelegt. Ann-Cathrin Rieg und ihr Ponywallach New Lord durften sich mit 68,6 Prozent über den vierten Platz freuen. Für New Lord war es erst seine dritte S-Dressur. Seine erste S-Dressur hatte er zugleich für sich entscheiden können. Heute überzeugte er mit einer sehr schwungvollen und ausdrucksvollen Trabtour sowie schön ins Bergauf gesprungenen Serienwechseln. Auch die Galopppirouetten gelangen schon gut zentriert. In der gesamten Prüfung zeigte sich der Ponywallach teilweise etwas eng. Talia Bögelein mit Feodora Royal (68,3 Prozent), Christian Alexander Kömpf mit Braveheart (68,2 Prozent) sowie Anabel Huther mit Fidergold (67,8 Prozent) durften sich in einem stark besetzten Starterfeld ebenso über eine Platzierung freuen. Auffällig war die Disharmonie des Richterkollegiums. Morgen stehen ins Ansbach gleich zwei S-Dressuren auf dem Programm. Die heutige Einsterne-S mündet in einer Zweisterne-S und darauffolgend findet das Dressurturnier seinen Abschluss in einem Grand Prix. (msb)

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