Omaha: Julian Wilfling auf Platz 5
Aus deutscher Sicht hätte der Auftakt beim Weltcup-Finale nicht besser laufen können. In allen drei Kategorien haben deutsche Teilnehmer die Nase vorn und das mit Abstand. Bei den Damen turnte sich Katrhin Meyer zu 8,299 Punkten und rollte damit als letzte Starterin das Feld von hinten auf. Mit dieser Vorstellung verwies die WM-Vierte, die von ihrer Mutter Sonja Meyer vorgestellt wurde, die Schweizerin Danielle Bürgi auf Platz zwei. Im Pas de Deux waren Justin van Gerven und Chiara Congia eine Klasse für sich. Sie durften sich mit 8,370 über den Sieg freuen. Auch bei den Herren setzte sich Jannik Heiland, der Bronzemedaillengewinner der WM, mit deutlichem Vorsprung auf Platz eins (8,436 Punkte). Hier turnte auch die bayerische Hoffnung Julian Wilfling mit seinem Longenführer Alexander Zebrak mit. Er war letztes Jahr für die WM in Herning qualifiziert und hatte am Ende denkbar knapp das Podest auf Platz vier verpasst. Omaha ist sein erstes Weltcup-Finale und leider lief der erste Durchgang nicht wie erhofft. Schon die Ausgangsbedingungen waren für den Voltigierer vom VRC Weicht nicht gerade optimal. Julian Wilfling hatte sich nur wenige Tage vor dem Finale im Sprunggelenk das Außenband gerissen, reiste dennoch optimistisch zum Finale. Im gestrigen Technikprogramm hatte man das Gefühl, dass er mit angezogener Handbremse in das Finale startete. Das letzte Selbstbewusstsein hatte gefehlt. Nach einem sehr guten Start war er mit seinem Schimmel Aragorn, longiert von Alexander Zebrak, nicht immer ganz einig, agierte entsprechend vorsichtiger. Zum Schluss fehlte ihm der Druckpunkt für die Nadel und beim Abgang musste er sogar kurz in den Sand greifen. Das Resultat war mit 6,566 Punkten Platz fünf. Jetzt heißt es abhaken und in der finalen Kür mit gewohnt starker Form auftrumpfen! (msb)