Begeisterung für Boxbrunn
Am Samstagabend klarte sogar noch der Himmel auf – und schenkte der Seahorse Summer Session einen standesgemäßen Sonnenuntergang am See. Das Turnier im fränkischen Boxbrunn setzt Maßstäbe. Turnierchef Oliver Berger hat große Pläne.
„Es ist natürlich noch ein Weg dorthin“, erklärte der Anlagenbesitzer und Springreiterprofi am Samstagabend, „aber wir träumen schon von einem CSI“. Er schaute sich einmal rund um, ließ den Blick über den See und das Stadion schweifen, dann über die weißen Zelte, in denen sich schick gekleidete Menschen gutgelaunt zuprosteten. „Ja, ein CSI, internationale Reiter, das wäre was.“
Aber das Turnier in Weisendorf-Boxbrunn soll langsam wachsen. Es war das zweite nach 2021. „Wir haben mit sieben Pferden im Stallzelt angefangen, jetzt sind es 70“, beschrieb Berger, der gemeinsam mit Nadja Kozakiewicz die Turnierleitung bildet. Teilweise starker Regen hatte die Veranstalter an den ersten beiden Turniertagen vor große Aufgaben gestellt. Die sportlichen Bedingungen waren aber stets top.
Beim festlichen Gala-Dinner am Seeufer, zu Jazz-Musik und Vernissage, versprach er, dass es in jedem Fall weitergeht mit diesem aktuell wohl aufstrebendsten Turnier der Region. Er dankte seinem Team, das in der Tat eine selten zu fühlende Gastfreundschaft verbreitet. Und er dankte seinen Hauptsponsoren sepp-med, Allianz und CWD. Gemeinsam mit seiner Frau Rebecca läutete er den Abend ein, der gegen Mitternacht in einem Feuerwerk mündete. Die beiden Bergers erzählten davon, wie sie auf der Reitanlage am See ihren Traum leben. Tagsüber waren sie beide im Sattel übrigens miteinander gegeneinander angetreten. In einer Springpferdeprüfung der Klasse M qualifizierten beide ihre sechsjährigrn Nachwuchspferde für das Bundeschampionat in Warendorf: Rebecca Berger den DSP-Wallach Dragonheart von Diarado/Asti Spumante und Oliver Berger die Oldenburger Stute Ctystal Blue von Chacoon Blue/Ludwigs As.
Zu den Gästen zählte auch Karl-Heinz Hertlein, der Bürgermeister der Gemeinde Weisendorf, zu der das Dorf Boxbrunn gehört. Er bedankte sich dafür, dass die Reiter den Ruf seiner Marktgemeinde über die Region hinaus bekannt machen.
Das erste S-Springen am Samstag sicherte sich der Routinier Hans-Peter Konle im Sattel seines bewährten Holländers Gambrinus vor der Nationenpreisreiterin Jörne Sprehe mit einer blitzsauberen Runde im Sattel des Schimmelhengstes Lord Heinrich, Dritte wurde Gina-Sophie Giordani vom Stall Berger auf dem For Pleasure-Sohn Fairplay.
Am Sonntagmorgen gab es in Weisendorf einen längeren Stromausfall, aber aucb das konnte die Boxbrunner nicht aus der Ruhe bringen. Das Turnier wurde fortgesetzt. Es mündet am Sonntagmittag in den Großen Preis, ein S-Springen mit Siegerrunde (rok).