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Samstag, 02.09.2023 um 16:22

Warendorf: Gut Wettlkam´s Bowmore – Der Musterschüler

Gut Wettlkam´s Bowmore und Johanna Wadenspanner hatten sich in der Finalqualifikation Platz drei gesichert. | Foto: Equitaris  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Auf dem Dressurplatz bildeten die fünfjährigen Dressurpferde den Auftakt der Finalprüfungen. Mit dabei auch ein Paar aus Bayern, genauer gesagt Gut Wettlkam´s Bowmore (Bordeaux – Fürst Piccolo, Z.: Arndt Schwierking, B.: Lisa und Thomas Müller) unter dem Sattel von Johanna Wadenspanner. Der Oldenburger und seine Ausbilderin kennen sich schon lange. Als zweijähriger Hengst zog Bowi, wie er im Stall liebevoll genannt wird, bei Familie Wadenspanner ein, wurde dort eingeritten und von Johanna Wadenspanner bis zur heutigen Finalqualifikation der fünfjährigen Dressurpferde gefördert. Wenn Johanna Wadenspanner die Stärken des Hengstes beschreiben soll, gerät sie ins Schwärmen: „Er macht einfach immer eine tolle Aufgabe und möchte stets alles richtig machen“. Die Einstellung oder besser gesagt die damit verbundene hohe Durchlässigkeit bescheinigte auch Nicole Nockemann, die heute das Kommentieren im Finale der fünfjährigen Dressurpferde übernahm.

Nockemann sprach von einem wunderschön aufgemachten Hengst mit tollem Seitenbild. Highlight der Finalprüfung bildete die Trabtour. Ein elastischer, losgelassener natürlicher Ablauf mit aktiv unterfußender Hinterhand – diese Attribute führten zu einer glatten 9,0. Der Schritt zeigte sich gut durch den Körper schreitend. Nach Nicole Nockemann hätte sich dieser jedoch aus der Schulter heraus noch sicherer vorschreitend zeigen können, weshalb die Richter den Schritt mit einer 8,0 bewerteten. Leider passierte heute in der Galopptour ein teurer (untypischer) Fehler und der Hengst sprang in der ersten Außengalopp-Tour um. Die beiden fanden sich jedoch schnell wieder. Dennoch folgten daraus sowohl im Galopp als auch in der Durchlässigkeit „nur“ eine 8,0. In der Perspektive vergaben die Richter eine 8,5, was summa summarum eine 8,3 und Platz neun bedeutete.  

Schon im Vorfeld beschrieb Johanna Wadenspanner das Finale als i-Tüpfelchen der gesamten Saison. „Er hat das ganze Jahr einen super Job gemacht. Er hat mich in einer Prüfung noch nie versetzt und möchte einfach jedem Gefallen, eben wie ein echter Musterschüler“, beschreibt Johanna Wadenspanner. Das heutige Finale stellte sich wohl nicht nur als i-Tüpfelchen heraus. Vielmehr wurde es trotz des teuren Fehlers zu einem weiteren Höhepunkt der gemeinsamen Karriere. Nach einer Pause soll er über den Winter die M-Lektionen lernen. Und im nächsten Jahr möchte Johanna Wadenspanner mit ihrem Musterschüler natürlich am liebsten wieder nach Warendorf reisen! (msb)

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