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Dienstag, 05.09.2023 um 13:50

EM Riesenbeck: Alle deutschen Pferde sind „fit to compete“

Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB wollen in Riesenbeck ihre Titel verteidigen. | Foto: S. Lafrentz  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

In Riesenbeck sind die Europameisterschaften der Dressur- und Para-Dressurreiter gestartet. Während die Dressurreiter heute ihre Pferde im Vet-Check präsentieren mussten, wurden bei den Paras bereits die ersten Medaillen vergeben.

Die deutschen Farben werden in dieser Woche von Favoritin Jessica von Bredow-Werndl und TSF Dalera BB, Matthias Alexander Rath und Thiago GS, Frederic Wandres und Bluetooth OLD sowie Isabell Werth und DSP Quantaz vertreten. Alle deutschen Pferde haben den Vet-Check ohne Beanstandung passiert. Morgen um 9.30 Uhr beginnt der erste Teil des Grand Prix, der am Donnerstagvormittag im zweiten Teil entschieden wird. Damit werden auch die Mannschaftsmedaillen feststehen. Am Freitag ab 10.15 Uhr beginnt der Grand Prix Special. Um 17 Uhr wird die Medaillenentscheidung erwartet. Die Kür-Medaillen werden am Sonntag vergeben. Das deutsche Dressurteam wird in Riesenbeck als Titelverteidiger an den Start gehen. Zum 25. Mal hatte die schwarz-rot-goldene Equipe 2021 den Mannschafts-Europameisterschaftstitel in Hagen gewonnen. Bayerin Jessica von Bredow-Werndl hatte sich damals auch zwei weitere Goldmedaillen gesichert

Insgesamt werden 69 Paare an den Start gehen. Dante Weltino OLD, Pferd der Schwedin Therese Nilshagen, sowie Nabab der Litauerin Justina Vanagaite und Fairtrade der Schweizerin Delia Eggenberger mussten ein zweites Mal vortraben und wurden dann akzeptiert. Vier Pferde wurde zunächst in die „Holding box“ verwiesen: Quincallo de Indalo von Spanier Alejandro Sanchez del Barco, Christianslund Furstino der Norwegerin Trude Hestengen, Turbo der Irin Sorrell Klatzko und Ultrablue de Massa der Polin Marta Sobierajska. Letztere beide müssen morgenfrüh nochmal kontrolliert werden, bevor sie eine Startgenehmigung erhalten.

Erste Medaillen bei den Paras vergeben

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Die Europameisterschaften der Para-Dressurreiter finden mit der diesjährigen Auflage in Riesenbeck zum ersten Mal in Deutschland statt. Umso perfekter da der Einstieg beim Heimspiel: Heidemarie Dresing setzte sich in der Einzelwertung der Grade II an die Spitze und sorgte für die erste Goldmedaille im deutschen Team. Es ist die erste Championats-Medaille für Heidemarie Dresing (69) aus Rheda-Wiedenbrück, die 2019 ihre ersten Europameisterschaften bestritt und seither mit ihrer Hannoveraner Stute La Boum schon mehrfach vierte Plätze belegte. Seit diesem Jahr sitzt die an Multipler Sklerose erkrankte Reiterin im Sattel von Horse24Dooloop, einem elfjährigen Oldenburger von Dressage Royal – Rouletto. Etwas Aufregung gab es allerdings, als Dresing direkt nach dem Einreiten zu den Richtern zitiert wurde. Nach längerer Diskussion startete sie erneut, ritt im Schritt ein und absolvierte die Prüfung mit Bravour. Was war geschehen: Ihr war versehentlich die falsche Aufgabe vorgelesen worden. Das trug ihr am Ende zwar einen Abzug für Verreiten ein, doch mit 74,776 Prozent war ihr die Goldmedaille nicht zu nehmen. „Ich bin so stolz auf mein Pferd. Heute sind Träume wahr geworden“, sagte sie mit Tränen in den Augen. Silber gewann die Britin Georgia Wilson auf Sakura, vor der Norwegerin Ann Cathrin Lübbe auf La Costa Majlund. Auch das Podest der Grade I ist bereits entschieden. Hier ging der Sieg an die Lettin Rihards Snikus mit King of The Dance, vor der Deutschen Martina Benzinger mit ihrer Lipizzaner-Stute Nautika auf dem Silberrang. Gabby Blake holte Bronze mit Strong Beau nach Großbritannien. (akb/fn-press)

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