DAM Münster: Veronika Müller und Sophie Linder mit Medaillenchancen
Die Laub Immobiliengruppe Deutschen Amateur-Meisterschaften nehmen aus bayerischer Sicht so richtig Fahrt auf, gar läuft es für die bayerischen Amateure auf dem Gelände des Westfälischen Pferdezentrums in Münster-Handorf so gut wie selten zuvor.
Am zweiten Turniertag machten besonders die bayerischen Springreiter auf sich aufmerksam. In der zweiten Wertungsprüfung der Deutschen Amateur-Meisterschaft sprang Veronika Müller auf’s Podest. Im Sattel ihrer 13-jährigen Westfalen-Stute Pleyada lieferte sie im S*-Springen eine tadellose Nullrunde und musste sich mit einer Zeit von 74,33 nur dem Sieger Fabian Legros vom Landesverband Hannover mit Cataleya (71,83 Sekunden) und Nicola Schweiger vom Landesverband Schleswig-Holstein mit Lissadora EA (73,94 Sekunden) den Vorrang lassen. Nach ihrem vierten Platz am ersten Tag sicherte sich die amtierende Landesmeisterin der bayerischen Amateur-Springreiter, Sophie Linder, wiederum eine Top5-Platzierung und reihte sich mit ihrer Deesse de Rueire auf Platz fünf ein. Ihr gelang ebenso eine schöne Nullrunde in einer Zeit von 76,40 Sekunden. Sophie Linder befindet sich nun in der Gesamtwertung auf dem Silberrang. Auch Veronika Müller kann sich hier mit Platz fünf durchaus noch Medaillenhoffnungen machen.
Auch in der zweiten Wertungsprüfung des Deutschen Amateur-Championats sprang für den Freistaat eine Platzierung raus. Magdalena Wiesböck reihte sich mit ihrer Stute aus Landeszucht Fairy Tail (ZG. Sailer) auf Platz elf ein. Sie freute sich nicht nur über eine Platzierung, sondern ebenso über eine fehlerfreie Runde.
Wechseln wir auf das Dressurviereck: Hier hatte Emily Schardey allen Grund zur Freude. Im Sattel ihres elfjährigen Wallachs Tamburin Man zeigte die Schülerin von Franz Trischberger eine sehr gleichmäßige Runde mit Höhepunkten in den Galopppirouetten und den Viererwechseln. In den Dreierwechseln schlichen sich sogar noch Fehler ein. Am Ende wurde das Erfolgspaar mit 68,5 Prozent und Platz drei belohnt. Aus dem kleinen Finale ziehen die besten drei Paare ins Finale, somit hat sich Emily Schardey ein Last-Minute-Ticket fürs Finale gesichert. Dies gelang auch zwei Paare aus Westfalen. Mali de Sainte Fare mit Sainte’s Denpasar (69,9 Prozent) sicherte sich den Sieg in der S-Dressur vor Luisa Röers mit Cloé (68,6 Prozent). Ärgerlich verlief es für Stefanie Müller mit ihrem sympathischen Zuccero. Sie musste sich mit dem undankbaren ersten Reserveplatz zufriedengeben (66,8 Prozent).
Last but not least sind auch die Ponyreiter ins Turnier gestartet. Neben den Deutschen Amateur-Meisterschaften findet in Münster-Handorf an diesem Wochenende auch das Finale der Horst-Gebers Tour statt, eine Serie zur Förderung von U15 und U16-Talenten im Ponyspringsattel. In den heutigen Einlaufprüfungen kassierten die bayerischen Talente noch ärgerliche Abwürfe. In der Small-Tour, einer Ponyspringprüfung der Klasse A** mit Idealzeit, verpasste Philipp Büssemaker mit ihrer Metaxa und einem Abwurf knapp die Platzierung. In der Big Tour, einer Pony-L-Springprüfung mit Idealzeit musste Lucy Höß mit ihrem Non Stop fünf Strafpunkte in Kauf nehmen und verpasste ebenso knapp die Platzierung. Morgen springen die Talente dann um den Titel im Finale der Horst-Gebers-Tour. (msb)