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Donnerstag, 14.12.2023 um 11:10

Das 50. Festhallen Reitturnier in Frankfurt hat begonnen

Isabell Werth trabte zum Sieg in der Einlaufprüfung zum Finale des NÜNRBERGER Burgpokals. | Foto: Lafrentz  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

36 Künstler, 37 Pferde und ein Hund, zwei Vier- und zwei-Zweispänner, fünf Filmabschnitte, von den historischen Anfängen bis zur Neuzeit – das 50. Frankfurter Festhallen Reitturnier ist gestern mit einer beeindruckenden Jubiläumsshow gestartet. Zahlreiche Ehrengäste waren für diese besondere Feier angereist. Der Hessische Minister des Inneren und für Sport, Peter Beuth, erklärte in der feierlichen Festhalle: „Das Turnier ist der sportliche Abschluss eines jeden Jahres, aber auch der sportliche Höhepunkt jeden Jahres“.

Der erste Turniertag knüpfte an dieses „Feuerwerk der Sinne“ direkt an. Den Auftakt machten die sieben- bis neunjährigen Dressurpferde in der Einlaufprüfung des NÜRNBERGER Burg-Pokals. Und wie soll es anders sein, Dressurqueen Isabell Werth gab einmal mehr den Ton an und brillierte mit größten reiterlichen Können. Die elegante neunjährige Zack-Tochter Skovens Tzarina hatte sich in Hagen das Finalticket gesichert und zeigte sich in der heutigen Einlaufprüfung von der besonderen Atmosphäre doch noch etwas beeindruckt. Auf eine energisch abfußende Trabtour folgte eine Schritttour, in welcher die dänische Stute noch nicht zur optimalen Losgelassenheit fand. Doch Isabell Werth löste dies geschickt, so dass im Galopp weitere Highlights wie Galopppirouetten mit guter Lastaufnahme sowie sichere Serienwechsel folgten. Der Lohn war mit 76 Prozent ein überlegener Sieg. Auf dem zweiten Platz folgte Helen Langenhanenberg mit DSP Danny Cool. Der achtjährige DSP-Wallach aus der Zucht von Christine Sappl und im Besitz von Margit Eisner hat einen baden-württembergischen aber auch bayerischen „Touch“. So wurde er in den ersten Turnierjahren von Lisa Horler vorgestellt und sicherte sich mit ihr unter anderem die Silbermedaille beim Bundeschampionat der fünfjährigen Dressurpferde. In Frankfurt zeigte er sich im wahrsten Sinne des Wortes äußerst cool und überzeugte mit Selbstsicherheit in Kombination mit höchster Losgelassenheit. Highlights bildeten die locker durchschwingende Trabtour sowie die top zentrierten Galopppirouetten mit maximaler Kontrolle (74,8 Prozent). Weniger cool, aber mit enorm viel Qualität zeigte sich heute der achtjährige Escolar-Sohn Escamillo unter dem Sattel von Manuel Dominguez Bernal. Neben einer wahrlich beeindruckenden Mechanik zeigten sich immer wieder Momente der Spannung (73,6 Prozent).  Eine echte Musterschülerin fand sich mit der erst siebenjährigen Bond Girl unter dem Sattel von Emma Kanerva auf Platz vier (73,5 Prozent). Sie brillierte trotz ihres noch jungen Alters mit höchster Lektionssicherheit und setzte sich damit gegen Beata Stremler mit For Magic Equesta FRH (73,3 Prozent) durch.

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