Frankfurt: Benjamin Werndl und Famoso OLD auf Platz zwei
Das war ein schöner Start in den Tag oder vielmehr ist Benjamin Werndl sicherlich ein großer Stein vom Herzen gefallen: Nachdem sein WM-Partner in dieser Saison lange Zeit ausgefallen war, gaben die beiden vor wenigen Wochen beim Dressurturnier in Ising ihr nationales Turniercomeback . An diesem Wochenende folgte nun beim Frankfurter Festhallen Reitturnier das internationale Turniercomeback. So weit so gut oder besser gesagt der Plan. Denn Famoso OLD zeigte sich in der ersten Prüfung von Frankfurts Gespenster sichtlich beeindruckt, was eine vordere Platzierung unmöglich machte. Der Grand Prix Special gestaltete sich dann ganz unter dem Motto „Neuer Tag, neues Glück“ und der 14-jährige Wallach zeigte sich in seiner „alten“ Form. Frisch, motiviert und mit Ausdruck schnurrten sich die beiden durch den Grand Prix Special, wobei die Highlights in ausdrucksvollen Passagen, gut kreuzenden Trabtraversalen, aktiv abfußenden Piaffen sowie schnurgeraden Einerwechseln lagen. Einzig das Anpiaffieren aus dem versammelten Schritt gelang nicht ganz optimal und zu Beginn zeigte sich eine leichte Spannung. Auch zu Beginn der Zweierwechsel schlich sich ein kleiner Fehler ein. Dennoch: Famoso OLD ist in einer starken Form zurück gekommen und an die heutige Prüfung wird Benjamin Werndl mit Sicherheit gut anküpfen können. Am Ende mussten sich die beiden mit 75,7 Prozent knapp von der Newcomerin des Jahres, Katharina Hemmer mit Denoix, geschlagen geben. Nach ihrem Sieg im Grand Prix trumpften Hemmer und Denoix heute so richtig auf und punkteten sich zu einer neuen persönlichen Bestleistung von 76,6 Prozent. Highlights ihrer Prüfung waren die sehr aktiv abfußenden und ausdrucksvollen Piaff-Passage-Touren sowie die schnurgeraden Einer- und Zweierwechseln. Auch bei den beiden schlich sich ein kleiner Fehler ein und so zeigte sich in der ersten Galopppirouette ein mangelhafter Durchsprung. Auch Dr. Svenja Kämper-Meyer freute sich im Sattel von Amanyara FRH über eine neue persönliche Bestleistung und komplettierte mit 71,7 Prozent das Podest. Isabell Werth mit SuperB (70,3 Prozent) und Judith Sarda Mane mit Don Primus (69,5 Prozent) folgten auf den Plätzen vier und fünf. (msb)