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Samstag, 16.12.2023 um 17:06

Finale NÜRNBERGER Burg-Pokal: Sieg für Isabell Werth und Skovens Tzarina

Isabell Werth pilotierte mit Skovens Tzarina ihr 19. Finalpferd zum Sieg im 32. Finale des NÜRNBERGER Burg-Pokals. | Foto: Lafrentz  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

„Diese Stute ist ein absolutes Weltklassepferd. Sie ist wirklich fantastisch leistungsorientiert“, schwärmt Isabell Werth. Und das Schwärmen war berechtigt, vielmehr brillierte die elegante Stute Skovens Tzarina unter dem Sattel ihrer Ausbilderin Isabell Werth im 32. NÜRNBERGER Burg-Pokal Finale und sicherte sich mit 76,8 Prozent den Sieg. „Ich halte ganz große Stücke auf sie. Sie ist für die versammelnden Lektionen sehr talentiert“, erläuterte Isabell Werth. Ihr Ziel, dass sich die dänische Stute von der heutigen Atmosphäre nicht beeinflussen lässt, hat Isabell Werth erreicht. Auf eine sehr ausdrucksvolle Trabtour folgte eine losgelassene Schritttour, wobei sich besonders im versammelten Schritt Isabell Werth’s reiterliches Geschick bemerkbar machte. Auch die Galopppirouetten gelangen auf kleinsten Kreis und wurden von toll ins Bergauf gesprungenen Serienwechseln begleitet. Mit dieser Traumrunde, welche mit 76,8 Prozent belohnt wurde, sicherte sich Isabell Werth im Sattel ihres 19. Finalpferdes erneut den Sieg in Deutschlands renommiertesten Serie für junge Dressurpferde. Im Vergleich dazu folgte auf dem zweiten Platz ein „Finalkücken“. Leonie Richter brillierte, wie auch Isabell Werth, mit hohem reiterlichem Geschick und führte den erst siebenjährigen Hengst Lord Europe auf Platz zwei (75,3 Prozent). Beeindruckend bei diesem Paar, das noch junge Alter des Hengstes machte sich in keiner Sekunde bemerkbar und so spulte Lord Europe das Programm mit großer Selbstverständlichkeit und natürlich viel Ausdruck ab. Auf Rang drei folgte ein halber bayerischer Erfolg: Helen Langehanenberg und DSP Danny Cool aus der Zucht der Bayerin Christine Sappl reihten sich mit 74,6 Prozent auf Platz drei ein. Der langbeinige Wallach überzeugte erneut als eine echt coole Socke. „Ich habe ihn vierjährig das erste Mal geritten und mich sofort schockverliebt. Das langbeinige und elegante hat mich von vorne herein überzeugt“, schwärmt Helen Langehanenberg, die auch den Preis für das beste Rückwärtsrichten erhielt. Highlights ihrer Prüfung bildeten unter anderem die Galopppirouetten mit guter Lastaufnahme und die sicheren Dreier- und Viererwechsel. Im versammelten Schritt und in den Schrittpirouetten wünschte man sich heute mehr Fleiß. "Er hat über das Jahr eine gewaltige Entwicklung gemacht. Ich bin sehr stolz auf ihn", beschrieb Helen Langehanenberg. 

„Der Nürnberger Burgpokal ist mittlerweile eine echte Institution“, fasste Isabell Werth treffend zusammen. Der in diesem Jahr bewährte Modus von „nur“ acht Stationen soll auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden. „Wir stecken schon Mitten in der Planung für 2024. Neben dem hohen Niveau und dem sehr guten Zuspruch der Reiter hat uns auch das Interesse der Turnierveranstalter mächtig stolz gemacht. Für die Saison 2024 hatten wir von Turnierveranstaltern 40 Bewerbungen“, beschrieb Andreas Politycki, Vorstandsmitglied der NÜRNBERGER Aktiengesellschaft. Aus bayerischer Sicht darf man sich über eine Qualifikation im Freistaat freuen. Der NÜRNBERGER Burg-Pokal wird im Rahmen der PFERD International auf der Olympia-Anlage in München-Riem eine Qualifikation austragen. Neu unter den Stationen findet man mit Kranichstein Indoors ein Hallenturnier. Dies soll eine noch bessere Vorbereitung auf das Finale in der besonderen Frankfurter Festhalle gewährleisten. (msb)

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