Ansbach: Überlegener S***-Sieg für Adrian Munoz Jurado
Die Ersten werden die letzten sein, nein die ersten! Ja, das verwirklichte sich in der Ansbacher S***-Dressur. Beim Ansbacher Late Entry bildete ein Kurz Grand Prix den Turnierhöhepunkt, wobei Adrian Munoz Jurado mit Pramwaldhof’s Scubido die Prüfung wahrlich dominierte und gleich als erster Starter zum Sieg ritt. Doch von Anfang an.
Adrian Munoz Jurado ist Bereiter im Stall Werndl und sitzt seit einem Jahr im Sattel des jetzt zehnjährigen Sir Donnerhall Nachkommens Pramwaldhof’s Scubido. Gemeinsam haben sie sich von ersten Starts in S*-Dressuren bis in die Königsklasse hochgearbeitet. In der heutigen Prüfung überzeugte der elegante Wallach unter anderem mit einer sehr leichtfüßigen Piaff-Passage-Tour, fließenden Trabtraversalen, kleinsten Galopppirouetten und schnurgeraden Einerwechseln und das alles bei stets bestem Seitenbild. Ein kleiner Abstrich musste in den Zweierwechseln gemacht werden, als Pramwaldhof’s Scubido in der Mitte der Diagonalen nicht mehr auf die Hilfen seines Reiters reagierte. Dennoch wurden die beiden mit 70 Prozent belohnt und setzten sich mit Abstand an die Spitze des zehn köpfigen Starterfeldes. Es war der erste S***-Sieg für die beiden. Selina Söder und ihr Grey Lamberto zeigten sich weiter verbessert und punkteten unter anderem mit energisch abfußenden Passagen, toll kreuzenden Trabtraversalen und sicheren Einerwechseln. Mit Fehlern in den Zweierwechseln und einem teilweise in den Piaffen in der Hinterhand nicht ganz gleichmäßigen Abfußen verloren die beiden Punkte. Am Ende durften sie sich über Platz zwei freuen (67,8 Prozent). Stefan Puschmann vom RV Gompitz reihte sich mit dem elfjährigen DSP-Hengst Bentley auf Platz drei ein (67,7 Prozent) und verwies Ulrike Kick mit Jack Sparrow (67 Prozent) auf Platz vier.
In der Intermediaire I „schlug“ eine Wiederholungstäterin zu, genauer gesagt führte die Baden-Württembergerin Saskia Löwel mit ihrer Fürstenballerina Live erneut die Ehrenrunde an. Nach ihrem Sieg in der gestrigen S*-Dressur freuten sich die beiden mit einer wiederum sehr gleichmäßigen und korrekten Runde auch in der Intermediaire I über den Sieg (71,9 Prozent). Erneut top zeigte sich auch Lokalmatadorin Sophia Scheld, die sich im Sattel ihrer Erfolgsstute Dark Velvety noch einmal steigern konnte, ebenso die magische 70-Prozentmarke (70,2 Prozent) knackte und sich über Platz zwei freuen durfte. Auch Marion Fohrer und Finlay knackten die 70-Prozentmarke und reihten sich auf Platz drei ein (70 Prozent). Im kleinen, aber feinen Feld der Intermediaire I sprang auch für Alexandra Mayr mit Freaky Friday eine Platzierung raus (69,5 Prozent).
Insgesamt zog das Team um Maya Huber und Klaus Eikermann ein sehr erfreuliches Fazit. „Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich das Starterfeld des Dressur Late Entrys noch einmal stärker. Wir sind mit dem Verlauf des Dressur- und auch Spring Late Entrys sehr zufrieden“, fasste Turnierleiterin Maya Huber zusammen und Betriebsleiter Klaus Eikermann fügte hinzu: „Wir haben ein super Team, wodurch wir über das ganze Jahr hinweg verschiedenste Turniere anbieten können. Uns ist wichtig, dass wir Turniere für die Region anbieten, aber auch große Highlights für Reiter aus der ganzen Bundesrepublik veranstalten“. In Ansbach wird wahrlich so einiges richtig gemacht!