Stadl-Paura: Erfolgreicher Abschluss für Bayerns Erfolgsreiter
Ein wahres Mammutwochenende geht heute im Pferdezentrum Stadl-Paura zu Ende. Doch nicht nur das Prüfungsangebot zeigte sich breit aufgestellt. Nein, zum bestens organisierten Dressurturnier bei besten Bedingungen und sommerlichen Temperaturen waren auch etliche Spitzenreiter angereist. Auch am Finaltag durfte man noch einmal etliche bayerische Top-Platzierungen feiern.
Allen voran beendete Lisa Müller ihre internationale Premiere mit dem neunjährigen Wallach Gut Wettlkam’s Mondrian zugleich mit einem Sieg. In der finalen Kür der CDI4*-Tour setzte sie sich gegen die einzige weitere Starterin, die Österreicherin Bettina Kendlbacher, durch. Müller und Gut Wettlkam’s Mondrian schnappten sich mit 73,8 Prozent die goldene Schleife und überzeugten mit einer weitestgehend fehlerfreien Vorstellung. Die Highlights lagen vor allem in den sehr ausdrucksvollen und taktsicheren Piaffen und Passagen. Aber auch die Galopppirouetten gelangen mit guter Lastaufnahme. Apropos Lisa Müller: Die Schülerin von Götz Brinkmann feierte in Stadl-Paura so einige (internationale) Podestplätze. Auch im Grand Prix Special der CDI3*-Tour wusste sie mit Gut Wettlkam’s D’avie zu überzeugen und reihte sich mit 70,7 Prozent auf Platz zwei ein. Die beiden begannen mit einer sehr fließenden und ausdrucksvollen Trabtour. Im Anschluss daran hätten sich die Piaffen noch gleichmäßiger abfußend zeigen können. Nächstes Highlight waren die sicheren und gut ins Bergauf gesprungenen Zweier- und Einerwechsel sowie die gut zentrierten Galopppirouetten. An die Spitze setzte sich, wie auch schon im Grand Prix, die Österreicherin Victoria Max-Theurer, die das Turnier in Stadl-Paura mit ihrer Olympiahoffnung Birkhof’s Topas FBW als eine Art erste Vorbereitung für die Olympischen Spiele in Paris nutzte. Im Grand Prix Special belohnten die Richter ihre sicherere Runde mit 72,5 Prozent. Auch Franziska Stieglmaier und ihr sehr bemühter „Riese“ Diamond Head konnten sich noch einmal steigern und sicherten sich mit 68,57 Prozent Platrz drei. Knapp dahinter folgte Yara Reichert mit Springbank II (68,53 Prozent). Auch Matthias Bouten mit Pramwaldhof’s Bellagio (68,1 Prozent) und Alexandra Eiband mit Coco Chanel (64 Prozent) ritten in die Platzierung.
Internationale Platzierungen für Thomas Trischberger, Lisa-Maria Klössinger und Carolin Kilian
Finaltag war auch bei den U25-Reitern angesagt, wo sich Thomas Trischberger mit seinem vielversprechenden Liverpool steigern konnte und sich mit 67,2 Prozent auf Platz drei einreihte. Nach einer gelungenen Trabtour wurden die beiden in den Zweierwechseln vom Fehlerteufel begleitet, was wertvolle Punkte kostete. Auch Lisa-Maria Klössinger zeigte sich zum Abschluss stark und reihte sich mit Fidibaldi in der CDI1*-Tour, einer Intermediaire I, auf Platz drei ein (68,4 Prozent). Die Amateurin Carolin Kilian und ihre treue Erfolgspartnerin Sarotti freuten sich in dieser Prüfung ebenso über eine weitere internationale Platzierung (65,8 Prozent). Last but not least beendeten Franziska Stieglmaier mit Zahin und Adina Bär mit Superstar die Intermediaire II ebenso mit Platzierungen.
Siege für Alexandra Eiband und Stefanie Schatz-Weihermüller
Auch auf dem gleichzeitig stattfindenden nationalen Turnier durften zum Abschluss noch so einige Top-Platzierungen, gar Siege gefeiert werden. Zum Tagesauftakt setzte sich Alexandra Eiband mit Dancing Girl und 66,9 Prozent in der Intermediaire I an die Spitze. Die goldene Siegerschleife schien ihr heute zu gefallen und so schnappte sie sich auch in der Intermediaire B mit City Man den Sieg (66,9 Prozent). Auch Stefanie Schatz-Weihermüller knüpfte an diesen „Siegestaumel“ an und durfte im Sattel von Wyndigo einen Grand Prix Sieg feiern (69,7 Prozent). Für den zwölfjährigen Wallach war es der erste Grand Prix Sieg. In einer S*-Dressur rangierte Vanessa Sachs mit Damon’s Damiani auf Platz zwei (68,5 Prozent). Auch Jessica Schneeberger beendete mit Sansibar JS die Dressurpferde-Prüfung der Klasse S auf dem zweiten Platz (72,3 Prozent). Am Ende des Wochenendes konnte wohl jeder bayerische Reiter zufrieden und mit einer großen Schleifensammlung nach Hause reisen!