Datenschutzeinstellungen

Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel, deshalb verwenden wir Cookies. Mit diesen ermöglichen wir, dass unsere Webseite zuverlässig und sicher läuft, wir die Performance im Blick behalten und Sie besser ansprechen können.

Cookies werden benötigt, damit technisch alles funktioniert und Sie auch externe Inhalte lesen können. Des Weiteren sammeln wir unter anderem Daten über aufgerufene Seiten, getätigte Käufe oder geklickte Buttons, um so unser Angebot an Sie zu verbessern. Mehr über unsere verwendeten Dienste erfahren Sie unter den "Cookie-Einstellungen".

Mit Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Dienste einverstanden. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung auf die Zukunft widerrufen oder ändern.

von Mona-Sophie Wieland am Freitag, 19.04.2024 um 21:35

Riad: Raphael Netz mit Top5-Platzierung im 37. FEI World Cup™ Final

Ein starker Finalauftritt: Raphael Netz kann stolz auf sich sein.  /  © Stefan Lafrentz

Das 37. FEI World Cup™ Final entpuppte sich als ein auf eine ganz andere Art und Weise spannendes Finale. Vielmehr wurde es auf den vorderen Plätzen so richtig eng und von den Reitern auf dem Podest hätte wohl jeder siegen können. Am Ende nahm Patrik Kittel unter Tränen den Titel entgegen.

Es war vielleicht punktemäßig nicht das stärkste Finale, aber dennoch sah man im 37. FEI World Cup™ Final tollen Sport. Matthias Alexander Rath mit Destacado FRH und Raphael Netz mit Great Escape Camelot hatten wahrlich vorgelegt. Ersterer konnte sich im Vergleich zum Grand Prix enorm steigern. Die Piaffen zeigten sich besser auf der Stelle und zu den Klängen des Filmes Indiana Jones punktete Rath mit dynamischen Verstärkungen, einer super losgelassenen Schritttour und guten Galopppirouetten. Die Zweierwechsel gelangen auch heute nicht fehlerfrei. Am Ende wurde es mit 77,8 Prozent Platz vier. Direkt dahinter folgte der bayerische Final-Debütant. Raphael Netz und Great Escape Camelot konnten an ihren starken Finalauftakt von Mittwoch anknüpfen und überzeugten mit einem sehr präzisen sowie technisch weitestgehend fehlerfreien Ritt. Highlight bildeten mit Sicherheit die aktiv abfußenden Passagen, die sicheren Serienwechsel sowie die weit kreuzenden Trabtraversalen. „Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich bin so stolz auf Camelot“, strahlte Raphael Netz. Und das konnte er auch sein. Bei seiner Final-Premiere schnappte er sich auch heute den fünften Platz (76,4 Prozent).

Und an der Spitze, ja da wurde es so richtig spannend. Nachdem Charlotte Fry aufgrund von Blut am Maul ihres Pferdes Everdale auf ihren Start verzichten musste, lieferten sich Patrik Kittel, Nanna Skodborg Merrald und Isabell Werth ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende hatte der Schwede um einen Wimpernschlag die Nase vorn. Im Sattel von Touchdown zeigte er eine sehr sichere Runde und punktete unter anderem mit gut ins Bergauf gesprungenen Einer- und Zweierwechseln auf gebogener Linie sowie ausdrucksvollen Trabtraversalen. Ein kleines Aber gab es: In den Piaffen und Passagen ist der Wallach teilweise in sich noch nicht optimal ausbalanciert. Auch könnte Touchdown die Passagen noch besser aushalten. Doch das war Meckern auf hohem Niveau und so durfte sich Patrik Kittel in seinem neunten Finale nicht nur über seinen ersten Podestplatz, sondern ebenso über den ersten Titelgewinn freuen (81,6 Prozent). Bärenstark! „Ich kann es nicht glauben. Ich war so nervös, aber Touchdown hat sich voll und ganz auf mich konzentriert. Für mich ist heute der größte Gewinn, wie mein Pferd für mich gekämpft hat“, beschrieb Kittel überwältigt. Die beiden Ladys auf den weiteren Plätzen machten es nicht viel schlechter. Nanna Skodborg Merrald reihte sich mit ihrem 16-jährigen Blue Hors Don Olymbrio auf Platz zwei ein (81,42 Prozent). Die beiden wussten besonders mit gut abfedernden Passagen sowie in den Galopppirouetten mit hoher Lastaufnahme zu überzeugen. Demgegenüber könnte der Hengst vor allem im Trab noch besser im Rücken loslassen. „Ich freue mich riesig im Weltcup-Finale wieder Zweite zu sein“, fasste sie zusammen. Im vergangenen Jahr war die Dänin hinter Jessica von Bredow-Werndl auf Platz zwei gelandet. Last but not least blieb noch Isabell Werth. Und heute galt einmal mehr „Wow, wow, Werth“. Denn Isabell Werth musste heute wahrlich ihre ganze reiterliche Erfahrung mit in die Kür bringen. Ihr Quantaz war auch von der Umgebung ziemlich beeindruckt. So blitze bis zum Schluss immer wieder eine gewisse Spannung hindurch, wie beispielsweise in nicht optimal zentrierten Galopppirouetten oder auch in den mit Spannung geprägten, aber fehlerfreien Serienwechseln. Demgegenüber stand eine gute Piaff-Passage-Tour. Schlussendlich wurde es Platz drei (81,40 Prozent). "Das Finale war sehr eng, spannend und lustig. Das ist genau, was ich liebe. Jeder von uns Dreien hätte gewinnen können", resümierte Isabell Werth.

Götz Brinkmann ist als Trainer von Isabell Werth natürlich auch in Riad dabei.  /  © Stefan Lafrentz

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

Bewerten
  • - nicht gut
  • - sehr gut
Übersicht
gleich gehts weiter...