Ansbacher Geländetage: Sophia Frank und Monsignore Mistral auf Rang zwei in der Qualifikation zum Bundeschampionat, Tim Fürst in Geländepferde L vorne
Die Ansbacher Geländepferdetage am vergangenen Wochenende boten von Pony-Führzügel Cross Country über Geländereiterwettbewerb hin zum Stil-Geländeritt der Klasse L** eine breite Palette an Prüfungen an. Außerdem waren Geländepferde A und L als Qualifikation für die Bundeschampionate ausgeschrieben. Erstmals auch als A Ein-Sterne-Prüfung auf Wunsch zahlreicher Reiter und auch der Richter. Das Wetter hatte Ansbach gut in die Karten gespielt, der Regen rechtzeitig aufgehört, sodass der Boden gut abtrocknen konnte und die Strecke bestens präpariert war. Siggi Adler, Haus- und Hof-Parcourschef, kommt regelmäßig nach Ansbach, um an den Geländehindernissen zu arbeiten und hatte auch die Strecken für die Geländetage entwickelt.
Die Geländepferde-A* startete am Samstag mit 18 Nennungen, das zeigt, dass auch dieses Format sehr gut angenommen wird. Schließlich hatte Stefan Eckel mit der sechsjährigen Oldenburger-Stute Finja die Nase vorn. Der Ausbilder aus dem hessischen Büttelborn pilotierte die Stute zur Wertnote 9,2. Die Fuchsstute galoppierte gleichmäßig und ausbalanciert über die Strecke. Teilweise hatte Eckel etwas Mühe, mit seinen Hilfen durchzukommen. Dadurch litt die Feinabstimmung vor den Sprüngen hin und wieder, woraus in der Folge der Sprungablauf leicht stockte. Doch die Stute zog stets mutig und motiviert zu den Hindernissen. Platz zwei ging nach Sulzthal an Sophia Frank und Monsignore Mistral aus der Zucht von Franz-Josef Stöckl. Der fünfjährige Manchester van't Paradijs-Sohn zeigte sich aufmerksam und gut an den Hilfen stehend. Für seine Runde erhielt er eine 9,0. Auch Julia Stiefele (Bronnweiler) erreichte mit der fünfjährigen KWPN-Stute Ogucci vd Watermolen die Anforderungen der Qualifikation, für sie gab es eine 8,8. Ebenso durfte sich Tashina Lanz (Gut Hollern II) im Sattel des sechsjährigen Canto-Sohnes Cochise freuen. Platz vier mit 8,4.
Julia Stiefele siegt, Sophia Frank mit wichtiger Platzierung
Am Sonntag standen die Geländepferde A** und die Geländepferde L** an. Diesmal gab es in der A**-Prüfung kein Vorbeikommen an Julia Stiefele und Ogucci vd Watermolen. Für eine sehr gleichmäßige und vertrauensvolle Runde vergaben die Richter eine 9,0. Auch Sophia Frank und Monsignore Mistral konnten an ihre Leistung vom Vortag anknüpfen: Platz zwei mit der Wertnote 8,8. Robert Sirch und Carnsdale v. Ramiro B wurden Dritte (8,5) vor Julia Lieske mit dem sechsjährigen Achal Tekiner Galigaraj Shah (8,0).
Tim Fürst gewinnt Geländepferde L** mit selbstgezogenem Blackberry
Sechs Reiter starteten im Anschluss in der Geländepferde L**. Tim Fürst (Neudorf) steuerte den selbstgezogenen Trakehner Blackberry v. Tarison mit sehr feiner Hand über die Geländestrecke. Bereits siebenjährig sieht man dem Wallach schon etwas mehr Reife an als seinen jüngeren Kollegen. Er zeigte sich stets aufmerksam und immer auf seinen Reiter konzentriert, das gefiel auch den Richtern, die eine 8,2 vergaben und ihn damit zum Sieger dieser Prüfung machten. Für die Teilnahme an den Bundeschampionaten ist der Trakehner allerdings bereits zu alt. Robert Sirch und sein Carnsdale knackten ebenfalls die wichtige Qualifikationsgrenze, es gab eine glatte 8, damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung Warendorf gemacht.