Großostheim: Großes Starterfeld in der S-Dressur
Mächtig was los war am Wochenende im Pferdesportzentrum Untermain! Der Reit-und Fahrverein Großostheim veranstaltete auch in diesem Jahr wieder sein großes Dressurturnier. Geritten werden konnte um Geld-und Ehrenpreise in Dressuren der Klasse A bis S sowie in Dressurpferdeprüfungen der Klassen A und L. Zudem konnten wieder wichtige Punkte für die Kreismeisterschaftswertung gesammelt werden.
34 startende Pferd-Reiter-Paare konnte die S*- Dressur verbuchen. Eine respektable Anzahl! Aufgrund des großen Starterfeldes wurde in zwei Abteilungen um die Schlefen und Podestplätze gekämpft.
Ganz knapp ging es zwischen der Siegerin der ersten Abteilung und der Siegerin der zweiten Abteilung zu. Jula Mayer und ihr Sir Mokka Rocker v. Sarotti Mokka-Sahne/ Dancier konnten mit 70,198% überzeugen. Über die goldenen Schleife in der zweiten Gruppe durften sich Ella-Alea Maulhardt und ein Sohn des Cafe Au Lait/ Calido I freuen. Der als Oldenburger Springpferd eingetragene Cafe`s Casimir tanzte mit 70,119% zum Sieg. Grey Rose, die Oldenburger Stute v. Grey Flanell/ Fürst Romancier, ergatterte sich unter ihrer Reiterin Anna Nolte in der ersten Abteilung Rang zwei mit 69,365%. Anna Nolte kann auf eine beachtliche Zeit zurückblicken, war sie doch in 2016 bereits Zweitplatzierte in einem FEI Grand Prix Spècial. Cirkeline Möller und ihr hocherfolgreicher Wallach Don Donington v. Don Crusador/ Weltano schafften ebenfalls den Sprung auf den zweiten Platz auf dem Treppchen. 69,286% standen am Ende der Vorstellung des S***- und Int. FEI Inter I-platzierten Wallachs. Dietrich des Sol v. Dancier/ Welser und Jill Sophie Degoutrie komplettierten die Podestplätze mit 69,127%. In der zweiten Abteilung durfte Deichkind v. Dimaggio/ Dinaro die bronzene Schleife mit in den heimischen Stall nehmen. Er wurde mit 68,933% von der im Springsattel bis zur Klasse M und im Dressursattel bis zur Klasse S erfolgreichen Pia Wintzer präsentiert.
Das Pferdesportzentrum Untermain mit dem Reit-und Fahrverein Großostheim blickt auf eine lange Tradition zurück. In den Nachkriegsjahren entstanden als "Kavallerieverein" der ehemaligen Reitsoldaten, die ihres Zeichens nach Großostheimer Bauern waren. Immer mehr Menschen in der Region fanden Gefallen an den Pferden und dem Reitsport und so konnte 1949 der Reitverein gegeründet werden. Mit ein Gründungsmitglied war Robert Becker, der inzwischen leider verstorbene Vater des Bundestrainers der Springreiter, Otto Becker. Sicherlich ist er der erfolgreichste und bekannteste Reiter in Großostheim. Mehrfacher Deutscher Meister, Mannschaftsolympiasieger in Sydney, Mannschaftseuropameister und Bundestrainer der deutschen Springreiter- seine Erfolgsgeschichte ist lang.
Noch heute haben die Großostheimer Reiter einen berittenen Fanfarenzug. Er ist als einer der ältesten und traditionsreichsten Züge bekannt.