FN äußert sich zu Sonderprüfauftrag
Information mit eher selektiven Inhalten
Am 15. Mai informierte der Generalsekretär der FN in einem internen Rundschreiben mit weitreichendem Verteiler unter anderem zum Sachstand des anlässlich der Verbandstagung in Dresden vielfach thematisierten Prüfauftrages zur aktuellen Finanzlage der FN. Unsere Redaktion nahm dieses Rundschreiben zum Anlass am 16.05. 2024 einige Nachfragen zu stellen, die uns heute Mittag dann auch schriftlich – zumindest teilweise – beantwortet wurden. Nachdem diese uns übermittelte Antwort eine halbe Stunde zuvor im Rahmen des Einfhrungstextes zu einem neuen „FN Aktuell“ öffentlich gemacht wurde. Auf unsere Frage, ob der formulierte Auftrag von der FN noch im Wortlaut bekannt gegeben werde, nun also die Antwort der FN:“ Wie Sie unserem soeben versandten FN-aktuell entnehmen konnten, wurde inzwischen ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen damit betraut, ein Gutachten zu erstellen. Dabei geht es um folgende Fragen: Wurde das Controlling in der FN bislang ausreichend praktiziert? Welche Schwächen hatten die Kontrollmechanismen bislang? Wie können Kontrollmechanismen optimiert werden? Sind die bestehenden Prüfumfänge durch den Wirtschaftsprüfer ausreichend? Prüfung des Haushaltsplans 2024 auf Plausibilität? Wie steht es um die Zukunftsfähigkeit der FN-Finanzen?“
Auf unsere Frage, wann dürfen die Stakeholder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die breite Öffentlichkeit damit rechnen, dass die beauftragte Person/ das Unternehmen von der FN benannt wird? Erhielten wir die Antwort: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir den Namen nicht nennen.“ Unsere Frage wie unabhängig der gewählte Prüfer sei, ob es Berührungspunkte um Thema Pferd gäbe oder ob erklärt werden könne, dass keinerlei Verbindung zu FN-Strukturen bestehen/bestanden haben, wurde nicht geantwortet. Abschließend hatten wir die FN um eine Selbsteinschätzung gebeten. In dem von der FN kommunizierten Interview vom 29.04. 2024, zur aktuellen finanziellen Situation mit FN-Präsident Hans-Joachim Erbel, hatte dieser auf die Frage wie mit der zu erwartenden Kritik umgegangen werden solle geantwortet, Zitat: „Für mich steht an erster Stelle, das Vertrauen unserer Mitglieder und Stakeholder zu erhalten oder zurückzugewinnen. […]“ Uns hatte nun interessiert, ob die FN die derzeit gewählten Maßnahmen und Handlungen sowie die Form der Kommunikation unter den Gesichtspunkten Transparenz und Vertrauensaufbau selbst als geeignet einschätzen würde? Auch diese Frage blieb leider unbeantwortet.
Warum aus der Frage, der mit dem Prüfauftrag betrauten Person/Unternehmen ein derartiges Mysterium gemacht wird, erschließt sich dann eventuell spätestens, wenn im Rahmen der noch zu planenden Sondersitzung des Verbandsrates das Sondergutachten und seine Ergebnisse vorgestellt werden. Spätestens dann werden alle Beteiligten wohl Farbe bekennen müssen.