Münster Turnier trotzt Dauerregen: Springen und Fohlenschau in die Halle verlegt
Vier Tage Dauerregen beim Dressur- und Springturnier in Münster sorgten dafür, dass die Plätze unter Wasser standen. Am Samstag mussten die Springprüfungen und die Fohlenschau daher in die Halle verlegt werden. Das Organisationsteam um Verena Waldner zeigte sich erfinderisch und arbeitete gemeinsam daran, gute Bedingungen zu schaffen.
Die Veranstalter reagierten auf die schwierigen Wetterbedingungen, indem sie u.a. Schottersteine auf den Parkplatz fahren ließen, den Reiterwettbewerb in die Longierhalle verlegten, das Abreiten für die Springreiter in Gruppen in der Halle ermöglichten und für die Fohlenschau sichere Absperrgitter in der Halle aufbauten. Obwohl ein vielfältiges Sportprogramm mit Springprüfungen bis zur Klasse M** geboten wurde, war das Starterfeld aufgrund der extremen Witterungsverhältnisse überschaubar. Leider fiel das S-Springen am Sonntagnachmittag im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser.
Umso erfreulicher war die große Teilnehmerzahl an Fohlen plus Fanclub bei der Fohlenprämierung mit Auktionsauswahl des Pferdezuchtvereins Hannoveraner in Bayern. Zur Fohlenbeurteilung extra angereist aus Hannover waren die für die Vermarktung zuständige Iris Borchers mit Marc Hahne, dem Registrierbeauftragten des Verbandes. Am Ende konnte sich ein typvolles Stutfohlen von Don Olympic (MV: Sir Donnerhall) gegen die 15 anderen Konkurrenten durchsetzen. Für die bewegungsstarke Stute gab es bei der Vorstellung immer wieder einen Sonderapplaus vom fachkundigen Publikum. Gezogen wurde die Siegerin von Dieter Hilz aus Spiegelau, der aus dieser Mutter bereits drei gekörte Hengste gezüchtet hat.
Ja, es ist wirklich schade für den Veranstalter, wenn trotz des großen Aufwands, der umfangreichen Vorbereitungen und der intensiven Organisation im Vorfeld des Turniers das Wetter die geplanten Aktivitäten so beeinträchtigt. Trotzdem zeigt es auch die Flexibilität und Kreativität des Teams, das sein Bestes gab, um die Veranstaltung unter den gegebenen Umständen so gut wie möglich durchzuführen.