Brunnthal: Goldenes Reitabzeichen für Cathrina-Timora Rasch-Günther
Was für ein Moment: Beim großen Dressurturnier auf der heimischen Reitanlage hat Cathrina-Timora Rasch-Günther in Brunnthal-Riedhausen das Goldene Reitabzeichen überreicht bekommen. Und gleichzeitig krönte die junge Dame diesen Turniertag auch noch mit einem Sieg. Mit Santorino holte sie sich in einem St. Georg Special die goldene Schleife.
Überhaupt läuft es für die Tochter von Pferdewirtschaftsmeister Ulrich Rasch, die seit früher Kindheit erfolgreich im Dressursattel sitzt, in dieser Saison fantastisch.
So glänzt die studierte Architektin, die auch viele Jahre als Jugendsprecherin im Bayerischen Reit- und Fahrverband ein Ehrenamt ausübte, nicht nur mit Santorino, sondern hat mit Leandro ein weiteres heißes vierbeiniges Eisen im Feuer. Erst seit wenigen Monaten treten die beiden gemeinsam im Viereck auf, doch die Erfolge sprechen für sich. So hatten die junge Frau vom RV Brunnthal-Riedhausen und der 14-jährige schwarzbraune Bayernwallach (von Locksley III/Sir Schölling) aus der Zucht von Hedwig Reiter auf dem Gut Bohmerhof bereits zwei Dressuren der schweren Klasse für sich entschieden und zuvor in München-Riem die Ehrenrunde einer S-Dressur angeführt.
Mit ihrem Vater Ulrich Rasch als Trainer, Ratgeber, Mutmacher, Kritiker und größtem Fan hat es die junge Frau, die auf dem Gestüt Lindenhof aufwuchs, weit gebracht. Sie musste früh mit der Mama, Tierärztin Bettina Günther, zu Hausbesuchen und Notfällen fahren und durfte mit dem Papa gemeinsam im Sattel Platz nehmen. Nach ersten Reitversuchen auf dem Shetlandpony Pastinak wurde Cathrina-Timora Rasch-Günther die Reitponystute Little Dream zur Verfügung gestellt, mit der sie erste Turnierstarts absolvierte. Mit dem Andalusier Cappricio nahm sie auch Unterricht im Springsattel, bis der Papa von einer Reise aus Norddeutschland Ponywallach Bommerlunder mitbrachte. Gemeinsam arbeiteten sich die junge Reiterin und der Vierbeiner bis zur ersten S-Platzierung im Viereck hoch.
Mit Farinelli kam der Umstieg aufs Großpferd und bald folgte die Berufung in den Oberbayern- und bald auch in den Bayern-Kader. Siege bei Meisterschaften und die erste goldene Schleife in einer schweren Dressur ließen nicht lange auf sich warten, Mit Fantastic und Didgeridoo folgten weitere goldene Schleifen bis zur Klasse S***, die Teilnahme beim Piaff-Förderpreis und Medaillen bei Meisterschaften.
Parallel schloss die junge Dame ein Studium der Innenarchitektur ab, doch gleichzeitig hieß es, die Pferde im väterlichen Ausbildungsstall im Brunnthal während der krankheitsbedingten Abwesenheit des Papas zu bewegen. Eine Mammutaufgabe, die die Reiterin souverän bewältigte.