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Montag, 15.07.2024 um 08:50

"Jetzt bloß kein Schnellschuss"

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Die Zerwürfnisse bei der FN in Warendorf, die am Donnerstag zu Rücktritten des Präsidenten Hans-Joachim Erbel und des Finanzkurators Gerhard Ziegler geführt haben, beschäftigen die Reiter und Pferdeleute im Land. Wir haben eine spontane Umfrage unternommen und einige verantwortliche Personen gefragt, wie sie die Entwicklung beurteilen und welche Schritte sie nun erwarten. Die Statements im Einzelnen:

"Wir brauchen eine entsprechende Dach-Organisation"

Gerhard Eck, BRFV-Präsident:

"Ich habe immer geglaubt, die FN sei für ihre Landesverbände da und biete diesen ein Mitspracherecht aufgrund des Beitrags, den die Verbände leisten. Dies konnte ich seit Beginn meiner Tätigkeit beim BRFV nicht feststellen. Hier müssen die Nähe und die Zusammenarbeit deutlich verbessert werden.

Wir lieben unseren Pferdesport und brauchen auch eine entsprechende Dach-Organisation. Gewisse Positionen, die es in der FN gibt, erscheinen da aber nicht immer logisch. Da muss jetzt genau geprüft werden, wie die Haushalte aufgestellt waren und sind. Alle Positionen und alle Entscheidungen müssen nun im Detail auf den Prüfstand. Ich kann gut nachvollziehen, dass es keine Entlastung bei gewissen Positionen gab. Sehr gut war meines Erachtens, dass getrennt und geheim abgestimmt wurde.

Jetzt gilt es als Nächstes zu klären, ob bis zu den Neuwahlen das Steuerrad mit einem Stellvertreter übernommen wird. Ich warne jedenfalls ganz deutlich vor einem Schnellschuss, man muss unbedingt mit Vernunft und Sachlichkeit an die ganze Sache herangehen.

Wir stehen im Pferdesport insgesamt gut da, deshalb muss man sich im Rückblick auch bei den Verantwortlichen ein Stück weit bedanken. Das heißt aber keinesfalls: Weiter so! Jede Zeit hat ihre Herausforderungen und diesen gilt es sich jetzt zu stellen. Wir leben heute in einer veränderten Gesellschaft, deren Einstellung zum Tier und dem Sport mit diesem sich gewandelt hat. Für uns ist die Herausforderung, die Menschen mitzunehmen, eine Sympathiewerbung für unseren Sport zu treiben und sie einbinden. Das muss auch bei der FN künftig an oberster Stelle stehen."

"Es wird eine schwierige Aufgabe für die Nachfolger"

Jutta Leitherer, Vorsitzende Franken: 

"Ich finde es richtig, dass nun neue Köpfe den Verband leiten. Es ist genau zu analysieren, was wofür in welcher Höhe ausgegeben wird. Ich hatte schon anlässlich der Zusammenkunft im vergangenen Frühjahr bei uns in München von Erbel und Lauterbach eingefordert, nicht nur die Einnahmen durch Erhöhung der Beiträge zu fordern, sondern die Ausgaben zu durchforsten. Es wird eine schwierige Aufgabe für die Nachfolger, egal wie sie heißen."

"Sie wissen nicht, was die Basis benötigt"

Anita Schwarz, 1. Vorsitzende PZG Holledau:

"Ich bin in den Strukturen der FN nicht ganz so drin. Aber was draußen ankommt ist fürchterlich. Viel zuviel Personal, die nicht wissen was im Reitsport passiert. Förderung derer die eh schon zuviel Geld haben. Vorallem wissen sie nicht, was die Basis braucht. Hilfreich wäre eine Unterstützung der Reitvereine die Unterricht geben oder jeder Verein der Reitabzeichen organisiert erhält einen Zuschuss. Und nicht Erhöhung der Beiträge. Vereinfachung des Nennsystem. Vor allem kann es nicht sein, bei der heutigen Technik, dass 4 Wochen vorher genannt werden muss, dass die nicht verwendeten Startplätze nicht freigegeben werden. Das E-Dressur und E-Springen jetzt zur LPO gehören. Das wird vor allen Schulpferdereiter vom Turnier verbannen. Welcher Verein hat das Geld seine Schulpferde eintragen zu lassen? Hier hätte eine Regel getroffen werden müssen, dass Schulpferde z.B. kostenlos eingetragen werden. Auch für die Veranstalter sind einfachere Regeln notwendig. Unterstützung bei der Ausschreibung und Durchführung von Turnieren. Nicht durch höhere Auflagen wie Sanitätsdienst oder tierärztilche Betreuung noch mehr Kosten aufzubrummen. Viel mehr Öffentlichkeitsarbeit und so die positiven Aspekte des Reitsports hervorheben. Die Ausbildung des Pferdes wieder in Vordergrund stellen. Auch die Ausbildung der Pferdewirte und Pferdewirtschaftsmeister gegenüber den Trainen C- A mehr in Vordergrund stellen. In allen gesetzlichen Entscheidungen vorher reagieren. Z.B. Mwst, Verkaufsrechte,  Tierschutzgesetze, GOT. Wenn die Verbände alle zusammen besser arbeiten würden, stehe nicht im Raum, dass wir bald nicht mehr Reiten. In München wollen Tierschützer den Oktoberfesteinzug ohne Pferde. Wenn dass durchgeht, ist es schneller wahr als wir glauben!"

"Es wirkt wie ein Selbstbedienungsladen"

Georg Schweiger, Turnierleiter Ingolstadt-Hagau:

"Ich habe einfach zu wenig Einblick und Hintergrundwissen, aber ob es so richtig ist sich aus der Verantwortung zu schleichen, weiß ich nicht. Irgendwas ist da mächtig schief gelaufen. Das wirkt schon wie ein Selbstbedienungsladen. Interessant, wer jetzt dafür geradestehen muss!"

"Ich hoffe auf Veränderung in den nächsten Jahren"

Tobias Bachl, Leiter Hengststation Bachl: 

"Ich habe zu wenig Einblicke, um dies wirklich seriös zu beurteilen. Das was ich in der Presse lese , ist allerdings Besorgnis erregend. Seit Jahren gibt es für den Basis Sport und vor allem auch den Jugend Sport sehr wenig Unterstützung, ich hoffe auf Veränderung in den nächsten Jahren."

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