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von Martina Scheibenpflug am Dienstag, 16.07.2024 um 16:33

München-Riem: Sechs neue Volti-Meister und eine Titelverteidigung

Turnte zum Titel: Oceane Schattleitner  /  © KlickVolti

In sieben verschiedenen Wettbewerben wurden die Bayerischen Meister im Voltigieren gesucht und gleich sechs Mal gab es dabei neue Titelträger – die Gründe dafür sind sehr unterschiedlich. Vorab klar war, dass Julian Wilfling seinen Titel im Senior-Einzel nicht verteidigen kann. Der Bundeskader-Athlet vom VRC Weicht hatte sich ein Ticket für die Weltmeisterschaft in Bern gesichert und war während der Wettkämpfe in München schon auf dem Weg in die Schweiz. Neue Landesmeisterin im Einzel ist Oceane Schattleitner vom RVC Gilching, die im vergangenen Jahr noch den Titel bei den U21-Einzelvoltigierern holte und jetzt bei den Senioren durchstartet. Mit ihrem Erfolgspferd Amontillado und Julia Handel an der Longe kam sie nach drei Durchgängen auf die Endnote 7,962. Damit schrammte sie nicht nur hauchdünne an einer Achternote vorbei, sie setzte sich auch klar gegen die zweitplatzierte Anja Traub vom VRV Allgäu-Illertal (7,559) auf Cher Ami/Tanja Bader durch. Auf Platz drei folgte Annalena Pellegrini vom VV Ingelsberg mit der Wertnote 6,903. Daran beteiligt waren jedoch auch die VF Ampertal, denn dieser Verein stellte ich den Schimmel Captain Curtis und Longenführerin Susanne Peisl zur Verfügung.

Der Titel bei den U21-Einzelvoltigierern ging an Sarah Liersch vom VV Ingelsberg. Auf Stirling mit Longenführer Alexander Hartl erhielt sie die Endnote 7,545. Auf Platz zwei turnte sich Marlene Lippl (7,232) vom RVF Oberland auf Wildcard mit Longenführerin Josephine Storey. Dritte wurde Sarah Berchtold vom VRC Weicht (Levin/Nina Nikolai), die in der vergangenen Saison noch bei den Junioren startberechtig war. Der Sprung ins U21-Einzel ist mit deutlich höheren Anforderungen verbunden. Zusätzlich zu Pflicht und Kür muss hier ein Technikprogramm gezeigt werden. Dafür gibt es vorgeschriebenen Elemente, die besonders kritisch bewertet werden und die gestalterisch wertvoll verbunden sein sollten.

Im vergangenen Jahr katapultierte sich Sebastian Renkl mit tollen Leistungen in den Bundeskader. In dieser Saison holt sich der erst 14-Jährige, der inzwischen für den RFV Au-Hallertau startet, den Bayerischen Meistertitel. Auch er bekam von einem „Fremdverein“ Unterstützung, zeigte aber, dass er mit Wildcard und Longenführerin Josephine Storey vom RVF Oberland gut harmoniert. Mit der Endnote 7,883 lag er am Ende fast eine Note vor der Zweiten, Stella Pfaffenzeller, ebenfalls erst 14 Jahre alt, die auf die Note 6,985 kam. Ganze drei Tausendstel trennten sie von ihrer drittplatzierten Vereinskollegin Leonie Hamze, beide wurden auf Stirling vorgestellt von Alexander Hartl.

Ingelsberg vor Weicht und Gilching lautete im vergangenen Jahr die Podestbesetzung bei den Seniorgruppen. Alle drei Team konnten in diesem Jahr nicht an den Start gehen, die Gilchinger Mannschaft hat sich inzwischen gar aufgelöst. So war der Weg frei für ein neues Meisterteam und das kommt vom RFV Oberland. Mit Lena Knopf und Classic Dancer siegte das Team in allen drei Teilprüfungen und kam am Ende auf 7,409. Platz zwei holten sie die Voltigierfreunde Ampertal mit 7,167 (Eva Hoffmann/ Quidam's Prinz), vor der VG Büchenbach, die auf Flavio mit Sabine Tintschl an der Longe auf die Note 6,751 kam. Ganz knapp dahinter musste sich der RFV Schwabmünchen mit Platz vier begnügen. Bei den Juniorteams siegte die RG Gut Waffenschmiede auf dem routinierten Schimmel Diabolo und Sabine Wasserburger an der Longe mit der Gesamtnote 6,701, vor dem VV Ingelsberg 2 (Louis Vicomte/Anna Molzahn). Platz drei sicherte sich das Team vom RVV München-Daglfing (K2/Andrea Wiesenberger), der ganz nebenbei wieder einmal mit vielen fleißigen Helfern eine rundum gelungene Meisterschaft auf die Beine gestellt hatte.

Ordentlich besetzt waren die Doppel-Wettbewerbe, jeweils vier gute Paare stellten sich bei Junioren und Senioren den Richtern. Bei den Junioren sorgte das Gilchinger Doppel Clementine von Mandelsloh/Carlotta Prislin für Aufmerksamkeit. Auf Amontillado an der Longe von Julia Handel zeigte das Paar zwei sichere und saubere Kürdurchgänge und wurde mit der Endnote 7,470 und dem Titel belohnt. Emily Brandner/Luisa Widler (VRV Allgäu-Illertal) erturnten sich auf Fidele (Longe Stephanie Turnwald) mit der Note 6,595 wie im vergangenen Jahr Platz zwei. Platz drei ging mit 6,538 an Linette Mandelkow/Svenja Zeißler vom RC in der Point Poxdorf (Winnora/ Jana Dörr).

Nur Senior-Doppel waren die alten Titelträgerinnen auch die neuen. Laura Lutz und Veronica Frey vom RFV Freising zeigten, dass sie eine Klasse für sich sind. Auf Rocco mit Longenführerin Michaela Spitzhirn zeigten sie spektakuläre Akrobatik und wurden dafür im zweiten Umlauf mit einer Note über8,0 belohnt. Am Ende reichte es mit 7,961 zu einem überzeugenden Sieg, vor Leonie Auracher/Charlotte Storey vom RVF Oberland, die auf Wildcard mit Josephine Storey ebenfalls zwei gute Umläufe zeigten und auf 7,452 kamen. Hanna Beermann/Amelie Opitz von den PfFr Dinkelsbühl-Lohe mit Rasputin/ Adelheid Grell sicherten sich mit der Note 6,527 Rang drei.

Christine Kellermann

Martina Scheibenpflug (Redaktion)

Martina Scheibenpflug gehört seit 2020 zum Team von Matthaes Medien. Nach dem Abitur absolvierte Martina Scheibenpflug ein zweijähriges Volontariat bei der Tageszeitung Münchner Merkur, danach schloss sie ihr Studium der Politikwissenschaften, Germanistik und Psychologie an der Ludwig-Maximilian-Universität in München ab. Bis zur schweren Klasse war Martina Scheibenpflug erfolgreich im Viereck unterwegs.

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