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von Mona-Sophie Wieland am Donnerstag, 19.12.2024 um 11:33

Frankfurt: Guter Auftakt für bayerische Nachwuchshoffnungen im Nürnberger Burgpokal

Juliane Brunkhorst setzte sich mit DSP Diamante Negro in der Einlaufprüfung zum Finale Nürnberger Burgpokal durch.  /  © Lafrentz

Eine Stimme, die die ganze Festhalle erfüllt. Bis in jeden Winkel – kraftvoll, emotional, ergreifend. Nojus Vytis, der junge Tenor aus Litauen, sorgte für einen wunderbaren Beginn: der Show-Abend beim 51. Internationalen Festhallen Reitturnier Frankfurt verführte die Zuschauer in eine eigene Welt voller Dynamik und Emotionen. Darauf folgten Highlights, wie beispielsweise die Weltklasse-Freestyle-Profis „Urbanatix“, die bekanntesten Voltigier-Brüder der Welt: die Brüsewitz-Brüder sowie die einfühlsamen Vorstellung von Lisa Röckener, die schon in Stuttgart das Publikum verzaubert hatte. Das 51. Frankfurter Festhallen Reitturnier ist gestern mit einem beeindruckenden und mitreißenden Showabend gestartet.

Aus sportlicher Sicht bildet traditionell die Einlaufprüfung des Nürnberger Burgpokals den Auftakt des internationalen Reitturniers. Im Rahmen dieser beliebten und renommierten Serie ziehen Jahr um Jahr Deutschlands vielversprechendsten sieben- bis neunjährigen Dressurpferde alle Augen auf sich. Für großes Aufsehen sorgten die vierbeinigen Nachwuchshoffnungen auch heute. So zeigte sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei schlussendlich Juliane Brunkhorst mit ihrem achtjährigen DSP Diamante Negro die Nase vorn hatte. Das Paar hatte sich gleich zu Beginn des Jahres beim Serienauftakt in Hagen das Finalticket geschnappt. „Diamante ist für mich ein absolutes Ausnahmepferd und dazu zählt nicht nur seine Qualität der Grundgangarten, sondern ganz besonders sein Charakter“, beschreibt Brunkhorst ihren Finalisten. Und genau diese Eigenschaften überzeugten auch in der heutigen Vorstellung, wobei sie unter anderem mit viel Energie und Taktsicherheit im Trab, einem sehr losgelassenen Schritt sowie guter Bergaufgaloppade punktete. Die beiden setzten sich mit 74,7 Prozent gegen Leonie Richter, der Siegerin des letztjährigen Siegerpreises des Nürnberger Burgpokals, durch. Leonie Richter brillierte im Sattel des großrahmigen Vitalis-Nachkommens Vitalos FRH (74,3 Prozent). Der siebenjährige Hengst kann seinen Vater nicht verleugnen und überzeugte im Trab mit viel Schulterfreiheit bei hoher Geschmeidigkeit. Teilweise könnte er noch mehr schwingen. Im Galopp verloren die beiden in den teilweise noch nicht ganz gelassen durchgesprungenen Serienwechseln ein paar Punkte. Diese Gelassenheit fehlte auch den Drittplatzierten, Dorothee Schneider und Maxi Kraft’s Barcelo. Die beiden hatten in Trab und Schritt enorm gepunktet. Auch die Galopppirouetten gelangen noch gut zentriert. In den Serienwechseln fehlte dem achtjährigen Hengst heute noch die letzte Selbstsicherheit.

 

Nielsen und Trischberger mit starkem Auftakt

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Jahr um Jahr zeigt sich im Finale natürlich ein enorm starkes Niveau. So ist das auch in diesem Jahr der Fall, wobei die beiden bayerischen Finalisten, Victoria Nielsen mit Prinzessin Paula und Franz Trischberger mit Henriettenhof’s Kinshasa OLD, mehr als gut mithalten konnten. Erstere freute sich mit einer sehr sicheren Runde über 71,4 Prozent und Platz sieben. Highlights bildeten einmal mehr die lockere und fließende Trabtour sowie die kleinsten Galopppirouetten. „Paula ist super rittig und hat ein bestechendes Gleichmaß“, schwärmt Victoria Nielsen, die die Stute heute einmal mehr sehr souverän vorstellte. Prinzessin Paula ist eben eine echte Prinzessin zum Verlieben. Das ist auch Henriettenhof’s Kinshasa. Unter dem Sattel ihres Besitzers und Ausbilders bestach sie einmal mehr mit enormer Bewegungsdynamik. Highlights bildeten unter anderem die locker kreuzenden Trabtraversalen und die gut zentrierten Galopppirouetten. Ein paar Punkte gingen noch im Schritt und auch in den Serienwechseln verloren, wo die Stute heute noch nicht ganz zur optimalen Losgelassenheit fand. Auch Franz Trischberger stellte seine Nachwuchshoffnung einmal mehr gekonnt und in völligster Selbstsicherheit vor. „Kinshasa ist eine Pferdepersönlichkeit, die immer Leistung bringen und sich präsentieren möchte“, schwärmt Franz Trischberger. Heute gab es für die beiden 71,2 Prozent, was für Rang acht reichte. Alles in allem darf man sich schon jetzt auf ein spannendes Finale am Samstagvormittag freuen!

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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