Datenschutzeinstellungen

Ihre Zufriedenheit ist unser Ziel, deshalb verwenden wir Cookies. Mit diesen ermöglichen wir, dass unsere Webseite zuverlässig und sicher läuft, wir die Performance im Blick behalten und Sie besser ansprechen können.

Cookies werden benötigt, damit technisch alles funktioniert und Sie auch externe Inhalte lesen können. Des Weiteren sammeln wir unter anderem Daten über aufgerufene Seiten, getätigte Käufe oder geklickte Buttons, um so unser Angebot an Sie zu verbessern. Mehr über unsere verwendeten Dienste erfahren Sie unter den "Cookie-Einstellungen".

Mit Klick auf "Alle akzeptieren" erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Dienste einverstanden. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit mit Wirkung auf die Zukunft widerrufen oder ändern.

von Leonie Wolff am Freitag, 20.12.2024 um 23:30

Frankfurt: Felix Haßmann gibt den Ton an; Bayern unter den Top 10

Es war die erste Qualifikation zum Großen Preis der Springreiter in Frankfurt, der am Freitagabend den Höhepunkt des Tages bildete – zumindest aus Sicht der Springer, bei dem kein geringerer als Felix Haßmann die Nase vorn hatte.

Nachdem am Morgen bereits die Einlaufprüfungen zur großen Tour der Dressurreiter ausgetragen wurde und das Siegerpaar der Einlaufprüfung zum Louisdor-Preis ermittelt wurde, nahm die festlich geschmückte Halle einen anderen Look an. Genauer gesagt wurde das Viereck gegen Hindernisse getauscht und die ersten schweren Springen wurden ausgetragen. Als Eröffnungsspringen bestritten insgesamt 52 Paare den 1.40 m hohen Parcours. Der Sieg in dieser Prüfung blieb in deutschen Händen. Mit seinem Monty Python de l’Amitie hatte Daniel Lahmann mit idealem Fluss und einem vermögenden Partner alle Chancen gehabt und sollte am Ende ungeschlagen bleiben. Knapp zwei Sekunden waren die beiden schneller gewesen, als die Niederländerin Sanne Thijssen. Sie hatte auf die erst achtjährige Chiara VDH gesetzt und sollte am Ende mit Rang zwei belohnt werden. Sie lieferte sich ein wahrliches Kopf-an-Kopf Rennen mit ihrem Landsmann Jur Vrieling, der sich mit nur wenigen Hundertsteln Abstand knapp hinter ihr auf dem dritten Platz einreihte. Währen der vierte Rang an den für Österreich startenden Dominik Juffinger ging, blieb Rang fünf in Bayern beziehungsweise bei der Reitakademie München und Denis Nielsen. Er hatte die mit enormer Vorsicht ausgestattete Cornet Obolensky-Tochter Cosmo von Imhoff gesattelt. Mit der Stute sei der Weg nicht immer einfach gewesen, doch am Ende hatte sich die konstante und ruhige Arbeit ausgezahlt. Die achtjährige Oldenburger-Stute soll nun in den großen Sport heranwachsen und langsam in den schwereren Klassen Routine finden. Die Qualität hierfür zeigte sie heute einmal mehr.

Koen Vereecke präsentiert schnellsten Youngster

Unter dem Sattel von Denis Nielsen präsentiert sich toller Springnachwuchs.  /  © Lafrentz

Auch in der ersten Qualifikation der Youngster Tour hatte Denis Nielsen ein heißes Eisen im Feuer. Genauer gesagt sattelte er den siebenjährigen Holsteiner-Hengst Descarado. Mit hoher Frequenz legte Nielsen den Parcours von Beginn an sehr gut an und wurde mit einem vierten Platz belohnt. Auch mit ihm verspricht er sich eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft. Fast bis nach Hollywood sprang Harm Lahde. Im Sattel von Hollywood De Hus sprang er zu Rang drei in der Prüfung, die für die siebenjährigen Pferde 1.40 m hoch war. Platz zwei ging nach Baden-Württemberg, an „Hansi“ Hans-Dieter Dreher und seine Nachwuchshoffnung Harley de la Cense. Der Selle Francais Wallach zeigte sich durch den Parcours hinweg mit der nötigen Vorsicht und einem gesunden Ehrgeiz, der ihn nur knapp auf Rang zwei setzte. Schneller als Dreher war nur der Belgier Koen Vereecke gewesen. Seine Holsteiner Stute Fiesta Van Paemel zeigte sich von ihrer besten Seite und sprang zur goldenen Schleife der Youngster-Prüfung.

Schneller als der Wind

Felix Haßmann behält auch im Stechen die Nerven.  /  © Lafrentz

Im Sattel des erst achtjährigen Vithargos W.Z. aus der Zucht des Gestüts Lewitz setzte sich Felix Haßmann im Stechen durch. Mit einer Runde wie aus einem Guss und der ständigen Vorwärtstendenz machte er es am späten Abend noch einmal spannend, denn nicht nur einmal hatte Haßmann Glück und die Stangen blieben liegen. Ebenfalls fehlerfrei in Umlauf und Stechen war der später zweitplatzierte Hendrik-Jan Schuttert. Der Niederländer riskierte im Stechparcours nicht allzu viel und steuerte seinen Kailon mit einer sicheren Runde ins Ziel. Die Nullrunde im Stechen gelang nicht vielen Reitern. Die Atmosphäre und die geforderten Aufgaben waren nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Lediglich Jörg Naeve und Christoph Könemann gelang zusätzlich der „Doppel-Nuller“ und bescherte ihnen Rang drei und vier. Olympiasieger Christian Kukuk und sein erfahrener Partner Mumbai waren im Stechen zwar an die Zeit von Haßmann herangeritten, mussten allerdings einen Abwurf in Kauf nehmen – Rang fünf für die Beiden. Auch aus bayrischer Sicht gab es wahrlich Grund zur Freude: Der gerade einmal 18-jährige Emile Baurand ritt mit seinem neunjährigen Champ eine stilistisch perfekte Runde, meisterte die gestellten Aufgaben und den anspruchsvollen Umlauf mit guter Übersicht. Doch am Ende war es die Zeit, die dem bayrischen Paar zum Verhängnis wurde.

Leonie Wolff (Werkstudentin)

Studiert Germanistik und Sportwissenschaften in Stuttgart, unterstützt währenddessen die Redaktion und das Social Media Team. Schreibt am liebsten Porträts und über den Springsport und ist selbst im Springsattel bis zur Klasse M erfolgreich unterwegs.

Bewerten
  • - nicht gut
  • - sehr gut
Übersicht
gleich gehts weiter...