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von Leonie Wolff am Sonntag, 22.12.2024 um 21:07

Frankfurt: Maximilian Weishaupt wird zweiter im Großen Preis von Hessen

In überragender Form: Maximilian Weishaupt und DSP Omerta Incipit  /  © Lafrentz

Es war ein spektakuläres Duell, was sich aus den beiden Qualifikationen und dem heutigen Umlauf für den Großen Preis ergeben sollte. Bereits über die vergangenen Tage zeichnete sich ab, dass der Parcours nicht einfach werden würde, denn die ersten zwei Qualifikationen waren anspruchsvoll.

Aus dem heutigen Umlauf gingen nicht mehr als vier fehlerfreie Runden hervor. Darunter eine Amazone, genauer gesagt Teike Friedrichsen, die im Stechen zur schnellsten Zeit ritt, allerdings einen Abwurf in Kauf nehmen musste. Sie selbst habe allerdings nicht mit diesem tollen Erfolg gerechnet und macht sich mit dem dritten Platz in dem Springen über 1,55 m sicherlich ein vorzeitliches Weihnachtsgeschenk. Doch damit nicht genug, mit ihrem Erfolg am heutigen Nachmittag wurde sie als beste Amazone des Turniers ausgezeichnet. Der zweite Platz blieb in Bayern. Maximilian Weishaupt und sein aktuelles top-Pferd DSP Omerta Incipit sprangen in absoluter Bestform und der benötigten Übersicht durch Umlauf und Stechen, auch wenn Weishaupt später erklärt, er habe den Sieg „verschenkt“.  Omerta steht schon seit acht Jahren in Weishaupts Stall, ist noch im Besitz ihres Züchters Karl Gruber und ein besonderes Pferd für den 34-jährigen aus Jettingen: „Ich habe ein Riesenglück, dass ich so ein tolles Pferd habe, aber das Pferd hatte heute nicht so viel Glück mit dem Reiter“, urteilte der Zweitplatzierte selbstkritisch. „Mir ist der Anfang so gelungen wie ich mir das vorgestellt habe, aber dann hatte ich eine ‚Rückwärts-Distanz‘ drin, habe mich falsch entschieden und einen Galoppsprung mehr gemacht – das war der Fehler.“ Gejagt hatte das bayrische Paar die Zeit des Niederländers Jur Vrieling, der im Sattel von Helwell Du Chabus trotz einer kurzen Schrecksekunde, in der die Stute stolperte in einer phänomenalen Zeit zum Sieg ritt. Vierter Teilnehmer im Stechen war der Frankfurt-Sieger von 2017, Gerrit Nieberg, der als erster Starter im Stechen vorlegen musste und mit dem neunjährigen auffälligen Schecken Ping Pong van de Lentamel zudem das jüngste Pferd hatte. Mit einem Abwurf beendete das Paar den Großen Preis auf Platz vier.

Zu erwähnen ist mit Sicherheit auch die Leistung des erst 18-jährigen Emilie Baurand, der am heutigen Tag zwar etwas Pech hatte, sich allerdings erneut in seinem gewohnt sehr schönen Stil im Großen PReis von Hessen zeigte. Hier finden Sie einige interessante Daten, Fakten und Zahlen zu dem jungen Nachwuchstalent. Apropos Nachwuchs:

Starker Nachwuchs in bayrischen Händen

Erneut in der Platzierung der Youngster-Tour, war Denis Nielsen, der im Sattel des Dinken-Sohns Descarado im abschließenden Finale der Youngster-Tour zu einem achten Platz sprang. Er setzte in der zweiten Phase des Parcours auf eine sichere schnelle Runde, die allerdings nicht das letzte Risiko mit sich brachte. Der Sieg in diesem Springen ging an Harm Lahde, der bereits in den Qualifikationen zu Rang drei und zwei sprang. Nun krönt er das Wochenende mit dem Sieg in dem Youngster-Finale für sechs und siebenjährige Pferde. Platz zwei ging an den Belgier Koen Vereecke und Fiesta van Paemel vor dem baden-württembergischen Erfolgsreiter Richard Vogel, der mit seinem Big Red Balou die zweite Qualifikation für sich entscheiden konnte.

Leonie Wolff (Werkstudentin)

Studiert Germanistik und Sportwissenschaften in Stuttgart, unterstützt währenddessen die Redaktion und das Social Media Team. Schreibt am liebsten Porträts und über den Springsport und ist selbst im Springsattel bis zur Klasse M erfolgreich unterwegs.

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