Frauenpower in Kreuth
Auch in Kreuth standen dieses Wochenende die ersten Prüfungen im neuen Jahr an – inklusive vier S-Springen. Am Donnerstag hatte noch Kai Ruggaber die Nase vorn und holte sich im ersten S-Springen den ersten Platz, ab Freitag hatten aber die Frauen das Zepter in der Hand.
Die erste Amazone, die sich über einen S-Sieg freuen konnte, war Karen Bos Pegler. Gesattelt hatte sie Handsome, einen dreizehnjährigen KWPN-Wallach, der erst seit Ende 2024 mit ihr ein Team auf den Turnierplätzen bildet. Gemeinsam holten sie in der Punktespringprüfung über 1,40 Meter 78 Punkte in einer Zeit von 65,22 Sekunden. Damit setzten sie sich vor Benjamin Wulschner, der punktgleich den Parcours in 66,16 Sekunden absolvierte und sich damit Platz zwei sicherte.
Auch am Samstag war Benjamin Wulschner stark unterwegs und holte sich im S-Springen Platz zwei und drei. Doch auch in dieser Prüfung gab es kein Vorbeikommen an einer Amazone: Weronika Minkiewicz war mit 61,20 Sekunden in der ersten Runde deutlich schneller als Wulschner mit 67,61 Sekunden und konnte auch in der zweiten Runde mit 35,79 vor Wulschner mit 37,61 Sekunden punkten. Der Sieg gelang ihr mit Oldenburgerstute Chocolate Blue, fünfzehn Jahre alt.
Aller guten Dinge sind drei. Dementsprechend holte sich auch den letzten Sieg an diesem Wochenende eine Reiterin. Sabrina Berger erreichte mit 66,59 Sekunden vor Sven Fehl mit 67,21 Sekunden den ersten Platz. Ihr Teampartner war in dieser Prüfung der fünfzehnjährige Hengst Quidams Star Melloni, ein Nachkomme von Quidam de Revel. Sabrina Berger führt unter anderem gemeinsam mit Lebensgefährte Gencho Genchev das Familienunternehmen in der dritten Generation. Sie verkaufen Spring- und Dressurpferde und führen ein eigenes Gestüt in Polen, auf dem die Nachwuchspferde aufwachsen können.