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von Mona-Sophie Wieland am Freitag, 14.03.2025 um 13:53

Finanzielle Unterstützung für das Rottaler Pferd und das Leutstettener Pferd

Gute Nachrichten aus dem Bayerischen Landtag. Mia Goller berichtet in einer Presseaussendung aus dem Haushaltsausschuss, der einstimmig eine Finanzspritze von 120.000 Euro für das Rottaler Pferd und das Leutstettener Pferd beschlossen hat. "I gfrei mi narrisch", sagt die grüne Politikerin aus Rottal-Inn. Sie hatte im vergangenen Jahr als Agrarsprecherin der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag einen Antrag gestellt, die vom Aussterben bedrohte Rasse des Rottaler Pferdes in die Zuchtarbeit des Staatlichen Gutes Schwaiganger mit aufzunehmen. Dieser Antrag wurde damals von der Mehrheit aus CSU und Freien Wählern im Landtag abgelehnt. Doch jetzt gibt es zumindest eine finanzielle Unterstützung für die Züchter der Rasse, die der Allgäuer Abgeordneter Anton Rittel aus der Fraktionsreserve initiiert hat. "Mir geht es um die Sache und die Hauptsache ist, der Freistaat investiert in die Rottaler Pferde. 

Dass der Schub dafür aus dem Allgäu kommt, ist ein bissl schade aber diese Art der Entwicklungshilfe nehmen wir natürlich gerne an." Das Rottaler Pferd ist eine alte, robuste Warmblutrasse aus Niederbayern, die auf eine lange Geschichte zurückblickt. Schon im Mittelalter wurden diese Pferde gezüchtet und waren besonders für ihre Vielseitigkeit und Ausdauer bekannt. Sie dienten als verlässliche Arbeits- und Kutschpferde, wurden aber auch für militärische Zwecke genutzt. Die Tiere gelten als gutmütig und belastbar und wurden auch im Reitsport geschätzt. Der berühmte Bildhauer Hans Wimmer gestaltete als einen der Höhepunkte seines Schaffens ein überlebensgroßes Rottaler Pferd, das "Wimmer-Ross" ist noch heute das Wahrzeichen der Stadt Pfarrkirchen. "Angesichts der Bedeutung dieser Pferderasse sowohl unter dem geschichtlichen Aspekt als auch im Wissen, dass gerade dieses prägende Tier vom Aussterben bedroht ist, war es wirklich sehr bedauerlich, dass kein Abgeordneter der Regierungsparteien aus Ostbayern meinem Antrag zugestimmt hat.", unterstreicht Mia Goller, die schon in ihrem Antrag darauf hingewiesen hatte, dass die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen das Rottaler Pferd als "extrem gefährdet" eingestuft hat und der Rasse eine "unsichere Zukunft" bestätigt hatte. "Natürlich hätte ich mich noch mehr gefreut, wenn die Staatsregierung und hier insbesondere das Landwirtschaftsministerium dafür gesorgt hätten, dass sich die Expertinnen und Experten des Staatsgutes um den Erhalt des Rottaler Pferdes gekümmert hätten. Dass es jetzt die Fraktionsreserve ist, aus der sich engagierte Züchterinnen und Züchter eine Unterstützung ihrer Bemühungen erhoffen können, ist aber ein wichtiger und richtiger Schritt.", unterstreicht Mia Goller. In der Haushaltssitzung stellte sie fest, dass das Geld für ein Jahr zur Verfügung steht, es müsse aber auch eine Lösung für die kommenden Jahre gefunden werden. "Das Rottaler-Pferd braucht uns und Zucht ist keine Sache von 12 Monaten, sie muss für Jahre und Jahrzehnte gesichert sein.", betont Goller. Alte Haustierrassen wie das Rottaler Pferd seien ein wertvolles Kulturgut und ein wichtiger Bestandteil der genetischen Vielfalt. Sie verfügen oft über besondere Eigenschaften wie Robustheit, Langlebigkeit oder Anpassungsfähigkeit, die in der modernen Zucht verloren gehen könnten. "Der Schutz und die Förderung dieser Rasse sind daher nicht nur aus historischer, sondern auch aus ökologischer Sicht bedeutend", so Goller in ihrer Presseaussendung. (PM)

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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