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Sonntag, 20.04.2025 um 21:08

Compiègne: Nationenpreis-Sieg der Ponyreiter mit Lena-Marie Kraus im Team

Ähnlich schön jubelte Lena-Marie Kraus auch an diesem Wochenende auf Voodstock de L'Astree. Allerdings dieses mal in rothellem Bundeskader-Jacket und über den Sieg im Nationenpreis.  /  © Dill (Archiv)

Im französischen Compiègne fand an diesem Oster-Wochenende ein gut besuchtes Turnier für den internationalen Springnachwuchs statt. Mit Touren für die Children-, Pony-, Junioren und Jungen Reiter gab es außerdem in den vier Altersklassen auch Wertungsprüfungen für die Nationenpreise. Dabei sind auch die bayerischen Nachwuchs-Amazonen Lena-Marie Kraus und Grace Isabelle Kühner erfolgreich mitgeritten.

Für das Team der Ponyreiter war es gestern soweit. Zunächst mussten sich die Springtalente in zwei Runden dem internationalen Parcours für Ponys über 1,30 Meter hohe Hindernisse stellen. Für Deutschland hatte Lena-Marie Kraus ihren Erfolgspartner Voodstock de l’Astree gesattelt. Der 16-jährige Schimmelwallach konnte schon in den letzten Jahren seiner Lena-Marie einige siegreiche Runden im Parcours schenken. An diesem Turnierwochenende lief es bei den beiden bisher noch nicht ganz so erfolgreich, wie gewohnt. Umso mehr Grund gab es nun im Nationenpreis anzugreifen. Mit in ihrem Team waren drei Ponykids, die sich ebenso bereits Namen gemacht hatten. So waren Brianne Beerbaum (Hannover), Malte Merschformann (Westfalen) und Hannah Blandfort (Rheinland) mit am Start. In der ersten Runde des Nationenpreises gelang es besonders Malte und seinem Del Toro K zu glänzen. Die beiden zeigten eine fehlerfreie Runde im Parcours. Bei Lena-Marie und Voodstock hingegen fiel leider eine Stange und so mussten vier Fehlerpunkte auf dem Strafkonto notiert werden. Bei Hannah und ihrem Karim van Orchid S lief es ähnlich, denn auch hier gab es vier Fehlerpunkte nach gefallener Stange. Bei Brianne und Sucato fielen gleich zwei Stangen, was acht Fehlerpunkte bedeutete. Damit wurde dieses Ergebnis in der ersten Runde auch als Streichergebnis gewertet. In der zweiten Prüfungsrunde hingegen hatte Brianne mehr Glück und konnte als einzige Reiterin des deutschen Teams eine fehlerfreie Runde zeigen. Bei Malte fiel hier eine Stange und sowohl bei Lena-Marie als auch Hannah fielen zwei, weswegen dies jeweils acht Fehlerpunkte bedeutete. Schlussendlich waren aber auch die anderen Nachwuchstalente vor die Herausforderungen der anspruchsvollen Prüfung gestellt. Dementsprechend mussten auch diese einige Fehlerpunkte in Kauf nehmen. Dadurch hatten neben dem deutschen Team auch die vier schwedischen Ponyreiter nach den ersten beiden Runden insgesamt 20 Fehlerpunkte kassiert. Somit standen die zwei besten Teams dieses Nationenpreises bereits fest, den bei den anderen fünf Mannschaften passierten noch mehr Fehler. Nun stand die Entscheidung aus, welche drei Finalreiter noch einmal die Chance bekommen sollten sich im Stechen zu beweisen. Equipenchef Peter Teeuwen entschied sich dazu Lena-Marie, Brianne und Malte ins Rennen zu schicken und dieser Plan ging auf. Mit zwei „Nullrunden“ von Lena-Marie und Malte sowie nur einem Abwurf bei Brianne und Sucato konnten sie sich gegen die schwedische Equipe durchsetzen und sicherten sich dann doch den klaren Sieg. Die Schweden mussten nämlich eine Eliminierung im Stechen im Kauf nehmen. Damit bedeutete es ordentlichen Grund zur Freude für das deutsche Team und mit Sicherheit auch ordentlich Lob für die Ponys, die diesen Kampf zum Sieg mitgegangen sind. Der dritte Platz in der Nationenpreis-Wertung ging an das französische Team, die ohne Teilnahme am Stechen die besten Ergebnisse hatten.

Auch das Team der Children Reiter in Compiègne konnte durch ein bayerisches Talent unterstützt werden. So war auch Grace Isabelle Kühner mit ihrer Ocean nach Frankreich gereist und konnte ebenso mit im Nationenpreis reiten. Gemeinsam mit Mia Meinert, Mathilde Beerbaum und Maximilian Kögler ging es für das Children Team an den Start. Bei diesem lief es leider nicht ganz so erfolgreich. Grace Isabelle gelang in der ersten Runde noch ein fehlerfreier Ritt durch den Parcours, jedoch fielen in der zweiten Runde zwei Stangen. Mathilde Beerbaum blieb zwar fehlerfrei, auch bei Mia und Maximilian fielen Stangen. Dadurch hatte das Team bereits nach den ersten beiden Runden zu viele Fehlerpunkte, um sich für das Stechen zu qualifizieren. Schlussendlich beendeten sie den Nationenpreis mit acht Fehlerpunkten (Streichergebnisse abgezogen) auf Platz sechs. Den Sieg bei den Children sicherten sich die belgischen Nachwuchstalente, die ganz ohne Fehlerpunkte aus den ersten Runden und mit nur einem Strafpunkt für Zeitüberschreitung das Stechen beendeten. Platz zwei ging an die Schweiz und der dritte Platz in die Niederlande.

Auch für die Junioren und Jungen Reiter wurden Nationenpreise ausgetragen. Bei den Junioren gewann das irische Team, gefolgt von dem deutschen Team, bestehend aus Fabio Thielen, Naomi Himmelreich, Vieca Sofie Bade und Tony Stormanns. Sie mussten sich nach fehlerfreien Runden eins und zwei im Stechen mit vier Fehlerpunkten den Iren geschlagen geben. Der dritte Platz ging an das belgische Team. Bei den Jungen Reitern siegte das Team der Schweiz, gefolgt von den französischen Nachwuchsreitern. Auf Platz drei rangierte das deutsche Team, welches mit elf Fehlerpunkten den Einzug ins Stechen verpasste. Dennoch ist auch der dritte Platz sicherlich ein Grund zur Freude für Maja Sophie Sorge, Henry Munsberg, Romy Rosalie Tietje und Magnus Schmidt.

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