Mannheim: Auftakt des Maimarkt-Turniers im Dressurviereck
Bereits gestern fiel der Startschuss: das diesjährige Maimarkt-Turnier in Mannheim ist pünktlich zum 1. Mai gestartet. Neben Springprüfungen für den Nachwuchs und Amateure ging es auch mit einem ersten Prix St. Georg im Dressurviereck los. Heut stand direkt ein großes Highlight mit der Einlaufprüfung zum Piaff-Förderpreis auf der Agenda.
In einem internationalen Prix St. Georges, der Qualifikationsprüfung für die Intermediaire I, welche heute Nachmittag stattfindet, sind fünf Reiter-Pferd-Paare an den Start gegangen. Als drittes Starterpaar ritt Leslie Rohrbacher mit dem neunjährigen Escolar-Nachkommen Ecco MW in die Bahn. Der Hengst, aus der Zucht vom Gestüt Gülsdau und im Besitz der Markus Winkler GmbH-Zucht-und-Sportpferde, konnte bereits wertvolle Erfahrungen auf der internationalen Dressurbühne sammeln. Gestern konnte er besonders durch eine souveräne Galopptour mit solide gesprungenen einzelnen, wie auch Serienwechseln überzeugen. Auch der fleißige, geregelte Schritt mit viel Raumgriff des Hengstes konnte mit Gelassenheit vorgestellt werden und ist als Highlight anzusehen. In der Trabtour zeigte sich Ecco MW schwungvoll und leichtfüßig im Ablauf. Im Laufe der Prüfung schien der Hengst auch zunehmend losgelassener zu werden. In Summe erhielt Leslie Rohrbacher für ihren Ritt 71,61 Prozent. Dieses Ergebnis konnte auch von dem anschließenden Nachwuchstalent Rose Oatley nicht mehr getoppt werden, welche Don Domingo vorstellte. Die beiden erhielten für ihre Vorstellung 69,53 Prozent und rangierten damit schlussendlich auf Rang drei. Als letzte Starterin ist Mitglied des deutschen Perspektivkaders Bianca Nowag-Aulenbrock mit einer Nachwuchshoffnung ins Viereck geritten. Bianca Nowag-Aulebrock, die den Wallach auf Trense vorstellte, konnte mir dieser Runde ein Ergebnis von 69,70 Prozent erreiten und sicherte sich damit den zweiten Platz.
Als erste Herausforderung für den diesjährigen Piaff-Förderpreis ging es für die angehenden Dressur-Profis an diesem Wochenende in einer Intermediaire II an den Start. Den Anfang in dieser Prüfung machte Moritz Treffinger mit dem Fuchshengst des Gestüts Bonhomme Fiderdance. In ihrer gemeinsamen Zeit sind die beiden bereits zu einem eingespielten Team zusammengewachsen und so gelang es Moritz auch heute den Hengst erneut erfolgreich vorzustellen. Noch nicht immer ganz losgelassen und zeitweise etwas eng im Hals werdend, schmälerte dies die Punktevergabe im Gesamteindruck heute mit Sicherheit. Dennoch erhielt das Paar für die Vorstellung 69,11 Prozent und konnte damit direkt zu Prüfungsbeginn ein Ausrufezeichen setzen. Vor Moritz rangierte Elisabeth von Wulffen auf Platz zwei mit dem 13-jährigen Fuchswallach Triple A. Der Totilas-De Niro Nachkomme ging als letztes Pferd der Prüfung in die Bahn. Elisabeth und er zeigten eine eingespielte und harmonische Runde zeigen mit einer vorbildhaften Halshaltung und einer Nase, die konstant vor der Senkrechten bliebt und einem Genick als höchsten Punkt. Nach ihrem Ritt lautete das Urteil der Richter 69,26 Prozent, womit sie sich an zweite Stelle setzten. Zuvor war es nämlich als einziges Starterpaar bereits Felicitas Hendricks und Drombusch OLD gelungen, Moritz Treffingers anfängliches Ergebnis zu toppen. Fleißig und schwungvoll abfußend glänzte das Paar bereits in der Trabtour konnte vor allem in der zweiten Passage- und Piaffsequenz die anspruchsvolle Lektion meistern. Auch im Galopp sprang Drombusch schwungvoll und rhythmisch unter den Schwerpunkt und Felicitias zeigte mit ihm die schwierigen Lektionen nahezu spielerisch. Lediglich die fliegenden Galoppwechsel, sowohl einzeln als auch in Serie, wären durch noch mehr Bergauftendenz zu verbessern. Mit ihrer schönen und harmonischen Vorstellung konnten Felicitas und Drombusch in dieser Wertung den Sieg für sich entscheiden mit einem Ergebnis von 71,08 Prozent. Von den bayerischen Nachwuchsreitern war Selina Söder mit Vita di Lusso an den Start gegangen. Für das Paar gab es in der heutigen Wertung 65,97 Prozent. Selina war recht zufrieden: "Wir beide kennen und noch nicht so lange, jetzt erst seit knapp fünf Monaten und waren noch nicht so häufig zusammen unterwegs. Es waren noch ein paar Sachen drin, die wir auf jeden Fall verbessern können und Luft nach oben ist noch da. Aber es hat auch schon viel gut geklappt und damit bin ich zufrieden." Nun heißt es Daumen drücken, denn im morgigen U25-Grand-Prix können die wichtigen Punkte für das Finale des Piaff-Förderpreises gesammelt werden.