Wiesbaden: Springdance tanzt zum internationalen Sieg
Na, da möchte jemand in die Fußstapfen seines Vaters treten – Die Rede ist von Springdance, der heute unter dem Sattel von Christian Alexander Kömpf beim Pfingstturnier in Wiesbaden für ordentlich Aufsehen sorgte.
Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass Yara Reichert die Nachkommen ihres aktuellen Erfolgspferdes, Springbank, abgesehen hat. So stehen in den Stallungen von Yara Reichert etliche Springbank Nachkommen. So auch Springdance, der heute unter dem Sattel von Christian Alexander Kömpf in Wiesbaden brillierte. Bislang wurde der sechsjährige Hengst von Alexandra Sessler und Charlyn Zehtbauer auf dem Turnier vorgestellt. Christian Alexander Kömpf ist seit Anfang diesen Jahres als Bereiter bei Yara Reichert tätig und hat nun die Zügel von Springdance übernommen. So gab es heute gleich mehrere Premieren: Erster gemeinsamer Turnierstart, erster internationaler Turnierstart, erster Start in Wiesbaden. Und was soll man sagen, mehr als gelungen! Schon die Trabtour überzeugte mit viel Gleichmaß und Ausdruck (7,8). In den Seitengängen könnte sich der Hengst hier noch etwas besser stellen und biegen. Ein Highlight bildete der losgelassen schreitende Schritt mit viel Vor- und Übertritt (8,5). Auch der Galopp präsentierte sich gut ins Bergauf gesprungen (8,5). In der Durchlässigkeit machte ein kurzes Halten vor dem Rückwärtsrichten sowie eine leichte Stockung vor dem ersten fliegenden Galoppwechsel kleine Abstriche (8,0). Demgegenüber stand aber ein stets tolles Seitenbild und höchste Zufriedenheit und Selbstsicherheit, weshalb es auch im Gesamteindruck eine 8,3 gab. Alles in allem führten die beiden mit 82,2 Prozent das Feld der sechsjährigen Dressurpferde an. Auch Victoria Nielsen freute sich mit Blasius und einer sehr sicheren Runde über eine Platzierung (75,8 Prozent).
Großen Grund zur Freude hatte auch Andrea Petit. Sie trumpfte mit Bumblebee im Feld der fünfjährigen Dressurpferde auf und beendete ihr gemeinsames internationales Debüt auf Rang vier (81,4 Prozent). Bumblebee kann seinen Vater Benicio wahrlich nicht verleugnen. Der Trab zeigte sich sehr gleichmäßig und taktsicher abfußend (8,3). Auch im Schritt überzeugten Bumblebee mit hoher Taktsicherheit und losgelassenem Schreiten (8,4). Der Galopp zeigte sich mit gutem Durchsprung und guter Bergauftendenz (8,1), wobei sich dieser teilweise in sich noch leicht schief präsentierte. Einige Abzüge brachte ein misslungener Übergang vom Außengalopp in den Trab, was sich in der Note für die Durchlässigkeit bemerkbar machte (7,6). Dennoch wussten auch diese beiden voll und ganz zu überzeugen, weshalb im Gesamteindruck die Note 8,3 stand. Der Sieg bei den fünfjährigen Dressurpferden ging an Jana Marie Thamm mit Veni Vedi Civi (86 Prozent).