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von Miriam Sebold am Montag, 04.08.2025 um 14:23

Doppelsieg in Jettingen: Schnödt und Jeckle gemeinsam auf Platz eins

© honorarfreie Nutzung des Bildes

Als Brigitte Schnödt ihren Wallach Feliciano mit sechs Jahren übernahm, war noch nicht daran zu denken, wo die gemeinsame Reise einmal hingehen würde. „Er konnte nichts, nur außen herumlaufen“, erinnert sie sich heute. Ihr Ziel damals: gemeinsam in einer M-Dressur starten. Dass sie Jahre später vier S-Siege auf dem Konto haben würden, hätte sie selbst nicht geglaubt. Beim Dressurturnier in Jettingen-Scheppach teilte sie sich am Wochenende den ersten Platz mit Mona Jeckle, die mit Wallach Fürst Royal 5 gestartet war. Beide beendeten die Prüfung mit 69,330 %.

Geritten ist Dr. Brigitte Schnödt Feliciano, einen 13-jährigen Baden-Württemberger Wallach von Fürst Wilhelm aus der Aisha 95, die auf Amelio zurückgeht. Die beiden sind ein eingespieltes Team. „Feliciano ist ein sehr zuverlässiges Pferd, sehr durchlässig und er arbeitet immer mit. Seine Stärken liegen im Galopp, bei den Serienwechseln und in den Pirouetten – da ist er schön auf dem Hinterbein“, beschreibt sie ihn. Besonders das Einreiten im versammelten Galopp, Halten, Grüßen und auch das Anreiten im versammelten Trab – was Dr. Brigitte Schnödt als „Abgeben der Visitenkarte bezeichnete“ - wurden sehr gelobt, hier gab es zweimal die Note 8.0.

„Mein Feliciano ist ein sehr zuverlässiges Pferd, sehr durchlässig und er arbeitet immer mit. Seine Stärken liegen im Galopp, bei den Serienwechsel und auch in Pirouetten ist er schön auf dem Hinterbein. Man braucht einfach eine gewisse Entschlossenheit und auf dem Niveau kann man keine Fehler machen, weil das sofort zu Buche schlägt“, so Schnödt über ihren langjährigen Partner. Im Umgang beschreibt sie Feliciano so: „Er ist einfach spitze und sehr neugierig. Er war, als er jung war, auch manchmal sehr frech. Inzwischen ist er anständig, ist ein Ruhepol, aber er schläft nicht, er ist schon immer auf Zack.“

Auch ihr Trainingsansatz ist klar: „Ich versuche immer, in das Pferd reinzufühlen. Unter der Woche gymnastiziere ich ihn, ich frage nicht jeden Tag jede Lektion ab und wenn es gut war, wird die Übung beendet. Er soll Spaß haben. Zuhause piaffiert er schon, springt Einerwechsel. Das mache ich sehr dosiert.“

Platz drei in der Prüfung ging an Emily Rother mit Jasper 224, die mit 69,050 % nur ganz knapp hinter dem Führungsduo lag. Ein starkes Ergebnis für alle drei.

Miriam Sebold (Redaktion)

Miriam Sebold hat in Stuttgart Journalismus studiert und im Anschluss eine Ausbildung im Bereich der Pferdewirtschaft und als Physiotherapeutin für Pferde und Hunde gemacht. Sie betreibt einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Pensionspferdehaltung in der Nähe von Karlsruhe. Dort gibt sie Reitunterricht für Schul- und Privatreiter. Auf den eigenen drei Pferden ist sie hauptsächlich im Dressursattel unterwegs, legt aber viel Wert auf Abwechslung im Training mit Halsringreiten oder Ausflügen ins Gelände. Sie schreibt am liebsten Reportagen mit den Schwerpunkten Gesundheit, Haltung und Training

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