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von Mona-Sophie Wieland am Freitag, 05.12.2025 um 17:06

Salzburg: „Jetzt sind wir wieder einen Schritt weitergekommen!“

Benjamin Werndl und Quick Decision führen auch den Grand Prix Special von Salzburg an.  /  © Dill

Zweiter Tag, zweiter Sieg – die CDI3*-Tour fand am Freitagnachmittag bei den Amadeus Horse Indoors in Salzburg mit dem Grand Prix Special schon ihren Abschluss. Dabei triumphierten Benjamin Werndl und Quick Decision erneut.

Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen

Er ist erst neun Jahre jung, aber besitzt viel Potenzial oder, wie es Benjamin Werndl selbst beschreibt: „Extrem talentiert, sehr ehrlich, verfressen und manchmal ein bisschen schüchtern.“ In Salzburg stand für die beiden die internationale Premiere an. Für Benjamin Werndl war es nach zwei Jahren wieder der erste internationale Auftritt. Damals war er noch mit seinem leider viel zu früh verstorbenen WM-Vierten Famoso in Frankfurt gestartet. Nun geht es in wenigen Wochen erneut nach Frankfurt, genauer gesagt zum Louisdor-Preis-Finale, wofür er sich mit Quick Decision qualifiziert hat. Salzburg agierte demnach nicht nur als Schauplatz für die internationale Premiere, sondern auch als Generalprobe für das Frankfurter Festhallen-Reitturnier. Nach dem Sieg im Grand Prix gaben die beiden dort auch im Grand Prix Special den Ton an. Dabei war der bunt gezeichnete Fuchswallach erneut neben Gut Wettlkam’s Dantiamo von Lisa Müller das jüngste Pferd der Prüfung. Die Prüfung bestach durch viel Gleichmaß und stets bestes Seitenbild, wobei dem Quaterhall-Nachkommen besonders der zu Beginn der Prüfung abgefragte Wechsel zwischen Trabverstärkung und Passage entgegenkommt. Das Anpiaffieren aus dem Schritt gelang völlig entsprechend des jungen Alters noch nicht ganz präzise auf der Stelle bleibend. Ein Highlight bildete erneut die Galopptour, wobei die Zweierwechsel und die Galopppirouetten hervorzuheben sind. Bei den ersten Einerwechseln zeigte sich eine kleine Unsicherheit am Ende, als Quick Decision den letzten Galoppwechsel hinten nachsprang. Im Vergleich zum Grand Prix gelangen die Galopppirouetten im Grand Prix Special noch besser vor dem inneren Bein durchgesprungen mit guter Lastaufnahme. Alles in allem gab es für die beiden verdiente 70,6 Prozent. „Mich hat besonders gefreut, dass Quick in dieser Atmosphäre so entspannt war. Er hat sich im Prinzip genauso reiten lassen wie im Training und das trotz dieser besonderen Atmosphäre“, resümierte Benjamin Werndl. Nach Salzburg geht der Blick nun in Richtung Louisdor-Preis-Finale. „Für Frankfurt bin ich hoffnungsfroh, dass uns das so wieder gelingt, in den Moment zu kommen, dass wir beieinander sind. Aus diesem Vertrauensvollen können wir uns weiterentwickeln. Ich möchte ihn jetzt noch gar nicht zu sehr pushen. Ich möchte ihn natürlich schon entwickeln, aber aus diesem Vertrauen heraus. Hier sind wir jetzt wieder einen Schritt weitergekommen!“

Quick Decision verwies mit Felicita Simoncic eine der jüngsten Teilnehmerinnen auf Platz zwei. Im Sattel ihres Erfolgspartners Four Legends ritt die Österreicherin heute ihren ersten Grand Prix Special. „Die Prüfung liegt ihm extrem gut. Das Vor- und Zurück kommt ihm sehr entgegen. Es hat sehr viel Spaß gemacht“, resümierte sie und durfte sich über 70,2 Prozent freuen. Lisa Müller und Gut Wettlkam’s Dantiamo komplettierten mit 70,1 Prozent das Podest. Auch dieser neunjährige Wallach zeigte einmal mehr sein großes Potenzial. Hier und da muss noch mehr Ruhe reinkommen. Yara Reichert folgte mit Valverde NRW direkt dahinter auf Platz vier (68,1 Prozent).

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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