Max Kühner: „Fokus auf die Weltmeisterschaft“
Von London bis Doha – an ihm ist derzeit kaum ein Vorbeikommen. Die Rede ist von Max Kühner. Schon seit Jahren ist er hocherfolgreich an der Spitze des internationalen Springsports unterwegs. Nicht umsonst vertritt Kühner Jahr für Jahr die österreichischen Farben als Championatskader-Reiter. Derzeit scheint der gebürtige Münchener mitsamt seiner Sportpartner noch einmal mehr zur Topform aufzulaufen. Im Rahmen der PARTNER PFERD in Leipzig hat sich Max Kühner direkt nach seinem Ritt im 5*-Springen, in welchem er nach einer fehlerfreien Runde mit Count on me den zehnten Platz belegte, mit BAYERNS PFERDE getroffen. Er gab Einblicke in seine Einschätzung der momentanen Erfolge sowie in seine Ziele für dieses Jahr.
Von London bis Doha – an Ihnen ist derzeit kaum ein Vorbeikommen. Haben Sie ein „Erfolgsrezept“, das Sie verraten können? Oder haben Sie in letzter Zeit vielleicht sogar etwas verändert?
Geändert haben wir nicht wirklich etwas. In London war Cooley super drauf, als wir dort den Weltcup gewonnen haben. Den letzten Sieg hatte ich letzte Woche mit EIC Quantum Robin – ihm gefällt es in Doha sehr gut. Dass er jetzt wieder so gut zurück ist, hat mich besonders gefreut, weil er doch längere Zeit ein bisschen raus war.
Wer steckt noch alles hinter diesen Erfolgen?
Unser Sport ist kein Einzelsport, auch wenn man im Parcours nur das Pferd und den Reiter sieht. Dahinter steckt unglaublich viel, deshalb spreche ich auch immer lieber von einem Teamsport. Es sind wirklich viele Personen involviert. Natürlich zunächst die Turnierpfleger: Hier [in Leipzig] ist Jonna mit mir auf Turnier, die jetzt gerade Count on Me für mich abpflegt. Unsere andere Turnierpflegerin Elli ist in Doha mit dem Team und kümmert sich dort um die Pferde.
Aber genauso gehören auch die Leute zu Hause dazu – die Home-Rider und die Home-Grooms. Und dann geht es noch weiter: Wir brauchen einen guten Schmied, einen guten Tierarzt, gute Physiotherapeuten – und alles muss zusammenpassen, damit es am Ende richtig gut ist. Ein starkes Team um sich zu haben, ist deshalb extrem wichtig.
Gibt es für Sie persönlich einen Erfolg in letzter Zeit, der Sie besonders gefreut hat?
Ganz zuletzt hat mich der Weltcup-Sieg in London mit Cooley sehr gefreut. Manchmal hat man zwar Erfolge, ist aber mit dem Parcours oder dem Ritt nicht ganz zufrieden. In London hatte ich im Stechen jedoch wirklich ein super Gefühl – da war ich eins mit Cooley. Und in diesem Moment war ich dann auch mit mir zufrieden. [lacht]
Sie sind aktuell mit mehreren Top-Pferden erfolgreich – auf welches setzen Sie derzeit die meisten Hoffnungen?
Ich bin in der glücklichen Position, einige ältere Pferde zu haben, die bereits mit Erfahrung die schweren Prüfungen gehen können. Das ist natürlich sehr gut. Mit Blick auf die Nachwuchspferde bin ich aber ebenfalls gut aufgestellt.
Ich habe in diesem Jahr zwei neunjährige Pferde in Doha mit dabei, die sich dort nun in schweren Prüfungen beweisen können. Das sind zum einen EIC Cornets Lady und zum anderen Kurt D Z. Beides sind junge Pferde, in die ich große Hoffnungen setze. Sie gehen nun peu à peu in Doha an den Start und werden behutsam an die höheren Prüfungen herangeführt.
Was sind Ihre Ziele für dieses Jahr? Haben Sie sich festgelegt, worauf Sie besonders hinarbeiten?
Natürlich ist die Weltmeisterschaft in Aachen in diesem Jahr ein großes Thema – vieles ist darauf ausgerichtet. Dafür plane ich mit meinem Elektric Blue, weshalb er über den Winter ein bisschen Pause bekommen hat und erst im April wieder starten wird.
Neben der Weltmeisterschaft gibt es natürlich viele andere Prüfungen und wichtige Turniere im Turnierkalender. Aber die Weltmeisterschaft steht in diesem Jahr schon ein bisschen im Fokus.