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von Petra Krayl am Donnerstag, 22.01.2026 um 19:07

Tag zwei der DSP-Hengsttage: Mehr als 90 Hengste im Kör-Lot

Auf dem Pflaster bei eisigen Temperaturen  /  © Hubert Fischer

Am Mittwoch starteten die 23. DSP-Hengsttage mit der Körung der drei- und vierjährigen Hengste auf der Olympia-Reitanlage in München-Riem. Von 21. bis 24. Januar 2026 heißt die Stadt Pferdefreunde, Züchter und Hengsthalter aus aller Welt willkommen. Der Andrang zu Körung und Auktionen ist groß: Rund 300 Junghengste meldeten sich für die Vorauswahl an – ein neuer Rekord. 93 der vielversprechendsten Kandidaten lösten das Ticket für München und stellen sich dem Urteil der Körkommission. Für manche schließt sich der Kreis: Bereits 17 der talentierten Youngster wechselten auf DSP-Fohlenauktionen erstmals den Besitzer.

Im Springlot sind u.a. vier Söhne des Conthargos, je zwei Nachkommen des Nationenpreis-Sieger Million Dollar und Jasper vertreten. Als weitere Vatertiere sind Darry Lou und die Hengstlegenden Cornet Obolensky, die aktuelle Nummer eins der Springpferde-Vererber weltweit sowie Diarado aufgeführt. Insgesamt umfasst das Lot 35 vielversprechende Körkandidaten.

Neun Dressurhengste aus Bayern

57 Hengste stehen im Dressurlot, das ebenfalls keine Wünsche offenlässt. Mit besonderer Spannung wurde der erste Körjahrgang des DSP-Prämienhengstes Feliciano erwartet. Der Nachwuchsstar der Station Wadenspanner ist gleich mit vier Nachkommen im Körlot vertreten. Auch Hauptprämiensieger Zackerey, der international begehrte Sohn des Weltranglisten-Fünften Blue Hors Zack, ist mit vier Söhnen dabei. Drei weitere Hengste haben Secret als Vater. Stempelhengst Vitalis trägt ebenso als Vater zu zwei Körkandidaten bei, wie sein Enkel Va Bene, der 2025 im neunjährigen Alter bereits in S***-Nachwuchs-Grand Prix erfolgreich war. Zudem ist Blut des berühmten Totilas in München präsent – unter anderem durch seine Söhne Total Hope und Toto Jr.

52 Hengste repräsentieren das DSP-Zuchtgebiet. Davon sind neun Dressur- und zwei Springhengste in Bayern registriert. Der Million Dollar-Sohn (MV: Diarado) aus der Zuchtgemeinschaft Schuster u. Schmid-Zemann beeindruckte bereits bei der Vorauswahl im Freispringen. Ein Nachkomme des Bachl-Hengstes Vigaro schickt Matthias Schlamminger aus Regensburg ins Rennen. Die Schlamminger GmbH ist mit insgesamt neun Köraspiranten der größte Aussteller in München. Die IB Berger Reit- und Turnierpferde GmbH sowie das Gestüt Greim aus Bärnau sind jeweils zweimal als Beschicker vertreten. Gespannt blickt man im Dressurlager auf den Auftritt des Feliciano-Sohnes (MV San Amour) aus der Zucht von Martin Niedermair, der Siegerfohlen der Schau in Pattendorf und Auktionsspitze in Sauerlach war. Franz Galneder aus Taufkirchen brachte erneut einen Benicio Nachkommen (MV: Floriscount) mit. Damit setzt der Zuchthof abermals auf Benico, der Galneder 2021 den Körsieger Best Future bescherte.

Insgesamt sind 27 Züchter bzw. Aussteller aus Bayern vertreten, die neben dem DSP-Zuchtgebiet auch in anderen Pferdezuchtverbänden aktiv sind.

Dressurhengste beim Longieren  /  © Krayl

Körungstag mit Freispringen, Longieren und kaltem Start

Traditionell begann die Körung am Mittwochnachmittag mit dem Freispringen der Dressurhengste. Nur wenig hartgesottene Zuschauer waren anwesend, als am frühen Donnerstagmorgen die Pflastermusterung begann und eisige Temperaturen von minus acht Grad herrschten. Die hohe Qualität der ausgestellten Hengste zeigte sich bereits beim Longieren. Allerdings hätten sich einige Youngster deutlich besser präsentieren können: Manche waren zu eng ausgebunden und standen deutlich hinter der Senkrechten. Im Vorjahr griff die Kommission in solchen Fällen ein; dies wurde dieses Jahr leider nicht geahndet. Anschließend folgte das erste Freispringen der Springhengste. Beendet wird der Tag mit einem bayerischen Welcome-Abend mit Blasmusik, Freibier und vielen Fachgesprächen. Die Körurteile fallen am Freitag: Für die Dressurhengste nach dem morgendlichen Freilaufen, für die Springhengste ab dem frühen Nachmittag nach dem zweiten Freispringen. Die DSP-Hengstgala mit anschließender Party beginnt um 20 Uhr.

Petra Krayl (Redakteurin)

Die Agraringenieurin ist die Expertin für das Zuchtgeschehen, Schwerpunkt Bayern, aber auch in den Themen Pferdehaltung, Stallbau und Technik versiert. Sie stammt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb mit einer kleinen Pferdezucht. Bevor sie zum Matthaes Medien Verlag kam, war sie in der Erneuerbaren Energien Branche als Marketing und PR-Managerin tätig. In Marbach absolvierte sie eine Reitwartausbildung und war auf ländlichen Turnieren im Springen und in der Dressur unterwegs. Heute trifft man sie auf den bayerischen Turnierplätzen als Begleiterin ihrer Tochter.

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