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von Petra Krayl am Freitag, 23.01.2026 um 20:17

Tag Drei der DSP-Hengsttage: Die Würfel sind gefallen

gekörter Sohn des Floricellos, Z.: Otto Zimmermann, Mainleus  /  © Hubert Fischer
gekörter Sohn des Escanto, Z.: Ralf-Peter Lehmann  /  © Hubert Fischer
gekörter Sohn des Fynch Hatton, Z.: Sebastian Kopp  /  © Hubert Fischer
gekörter Sohn des Conthargos, Z.: Paul Scheurer  /  © Hubert Fischer

Am dritten Körtag mussten die Dressurpferde-Fans früh aufstehen, um den Start des Freilaufs der Dressurhengste am frühen Morgen zu sehen. Nach über sechs Stunden wurden schließlich die Körurteile verkündet. Nachdem zwei Hengste ausgefallen waren, stellten sich am Ende 55 Hengste in zehn Schrittringen dem letzten Urteil der Jury. Diese setzte sich aus Torsten Große-Freese, Dr. Carina Krumbiegel, Antje Lembke, Lynn Sander und Christian Kubitz zusammen, unterstützt von den Sportkommissaren Jörg Schrödter (Dressur) und Andy Witzemann (Springen). 28 Hengste erhielten das begehrte Prädikat gekört.

Von den neun in Bayern registrierten Hengste wurden fünf gekört:

Kat. Nr. 45      v. Escanto PS – Vitalis, Z.: Ralf-Peter Lehmann, Teisendorf, A.: Angelina De Vittorio u. Martin Stechele GmbH, Wehringen

Kat. Nr. 57      v. Feliciano – San Amour, Z.: Martin Niedermair, Aying, A: Ida Vávriková, CZ-Brno

Kat. Nr. 60      v. Floricello – Sir Donnerhall, Z.: Otto Zimmermann, Mainleus, A.: BG Heilemann Frieder & Ausbildungsstall Schepper, Weilheim

Kat. Nr. 61      v. Floricello – Zack, Z.u.A.: MH Pferdezucht u. -sport GmbH, A-Feldkirchen an der Donau

Kat. Nr. 78      v. Total Hope – Feenkönig xx, Z.: Gabriele Eder, Osterhofen, A.: Lukas Paulix, Wernigerode

Tolle Erfolge erzielte der Zuchthof Wadenspanner, denn der erste Körjahrgang des DSP-Prämienhengstes Feliciano von der Hengststation übertraf alle Erwartungen. Von drei ausgestellten Nachkommen erhielt zwei das begehrte Körurteil. Beide wechselten als Fohlen bei einer DSP-Auktion die Besitzer. Der Vater von Feliciano, Floricello, stellte ebenfalls zwei gekörte Hengste. Alle vier Junghengste überzeugten mit Top-Auftritten, und sicher gehören sie zu den Anwärtern für eine Prämierung. Außerdem wurden zwei Söhne des Va Bene, der Stempelhenst der Station Wadenspanner, gekört. Die IG Berger Reit- und Turnierpferde GmbH und Sebastian Kopp präsentierten einen Sohn des Bundeschampions Fynch Hatton (MV: Sir Donnerhall I). Der auffällige Schimmel wurde von Sebastian Kopp gezüchtet. Das Gestüt Greim in Bernau freute sich über einen gekörten Va Bene-Sohn aus einer San Amour I-Mutter, registriert im Zuchtgebiet Hannover. Zackerey (v. Zack) präsentierte gleich mit vier Nachkommen seinen ersten Jahrgang, wovon drei gekört wurden. Einer von ihnen, ein Oldenburger (MV: Dnate Weltino), ist im Besitz von Gerdi Rakelbusch aus Lauf.

Insgesamt war es ein sehr umfangreiches Tagesprogramm mit 91 vorgestellten Hengsten, weshalb der Zeitplan – wie bereits am Vortag – nicht eingehalten werden konnte. Die Veranstaltung zog sich deutlich hin und war sowohl für Jury als auch für die Zuschauer ermüdend. Hier wäre weniger mehr gewesen. Lob verdienen die fachkundigen Kommentare von Norbert Freistedt, Geschäftsführer des PZV Baden-Württemberg, der dem Publikum die Abstammungen der Hengste mit fundiertem Hintergrundwissen erläuterte.

Von 36 Springhengsten 24 gekört

Etwas verspätet begann am Nachmittag der abschließende Finalteil des Freispringens. Die 36 vorgestellten Junghengste meisterten die Springgasse mit beeindruckender Übersicht und exzellenter Technik. In den anschließenden Schrittrunden körte die Jury 24 Youngster. Die beiden in Bayern registrierten Springhengste waren leider nicht darunter. Matthias Schlamminger aus Regenburg, der insgesamt acht Springhengste im Lot hatte, konnte vier davon gekört erhalten. Paul Scheurer aus Adlkofen stellte einen Sohn des Conthargos aus

Petra Krayl (Redakteurin)

Die Agraringenieurin ist die Expertin für das Zuchtgeschehen, Schwerpunkt Bayern, aber auch in den Themen Pferdehaltung, Stallbau und Technik versiert. Sie stammt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb mit einer kleinen Pferdezucht. Bevor sie zum Matthaes Medien Verlag kam, war sie in der Erneuerbaren Energien Branche als Marketing und PR-Managerin tätig. In Marbach absolvierte sie eine Reitwartausbildung und war auf ländlichen Turnieren im Springen und in der Dressur unterwegs. Heute trifft man sie auf den bayerischen Turnierplätzen als Begleiterin ihrer Tochter.

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