Arezzo: Weiteres Erfolgswochenende für Bayerns Springreiter
Das Osterwochenende hatten einige bayerische Springreiter im italienischen Arezzo verbracht. Anstelle von Ostereiern wurden allerdings fleißig Weltranglistenpunkte gesammelt.
Bereits an Gründonnerstag ließ Maximilian Weishaupt mit DSP Omerta Incipit aufhorchen. Nachdem sich das eingespielte Erfolgspaar die Woche zuvor in einem Zwei-Phasen-Springen der Gold-Tour über 1,45 Meter noch knapp geschlagen geben musste, sprangen die beiden nun ganz nach oben aufs Podest. Weishaupt und die 15-jährige Tochter des Levisonn galoppierten in fehlerfreien 23,84 Sekunden durchs Ziel und sicherten sich damit klar den Sieg. Am Tag darauf knüpfte der Springprofi aus Jettingen an seinen Vortagserfolg an und rangierte in einem 1,50-Meter Weltranglistenspringen an vierter Stelle. Im Stechen hatte das Duo die schnellste Zeit aufs Parkett gelegt, musste jedoch einen ärgerlichen Netzroller in Kauf nehmen. Auch mit Napoleon, einem achtjährigen KWPN-Wallach sowie der in Brandenburg gezogenen DSP-Stute Juna van de Heffinck sammelte Max Weishaupt Platzierungen in der schweren Klasse.
Für Aufsehen sorgte ebenso Michael Viehweg im 1,55-Meter Grand Prix der Gold Tour am Ostersonntag. Lediglich fünf Paare qualifizierten sich fürs Stechen – dort ging der Schrobenhausener volles Risiko ein. Im Sattel seines Erfolgspartners Contario, mit dem er im vergangenen Jahr unter anderem den Großen Preis von Münster gewann, flog Viehweg zur Bestzeit. Allerdings kassierten auch sie einen flüchtigen Abwurf und landeten somit auf Rang vier. Bereits am Freitag lieferte der Contendro I-Hengst in einem Ranking-Springen über 1,50-Meter eine saubere Nullrunde ab (Rang 11).
Einige Erfolge gingen auch auf das Konto von Maximilian Schmid. Auf seiner Fuchsstute Hetty Emaire platzierte sich der 35-Jährige in der Gold Tour einmal an zweiter sowie an dritter Stelle. In einem Zwei-Phasen-Springen über 1,45 Meter rangierte Schmid mit Chupa Chup, Sohn des Cordess 2, auf dem Bronzerang.
Die auf dem Eichenhof in Zollingen ansässige Familie Blum hatte ebenfalls die Reise nach Italien angetreten. Unter Simone Blum platzierte sich die Hannoveraner-Stute London’s Petite PS in einem 1,40-Meter hohen Zwei-Phasen-Springen an dritter Stelle. Auch im Finale der Silver-Tour, einem Ranking-Springen über 1,45 Meter, rangierte sich die Weltmeisterin von 2018 mit ihrer elfjährigen London-Stute in die Platzierung ein. Ehemann Hans-Günther Blum hatte ebenfalls ein Wörtchen mitzureden. Mit der Oldenburger-Stute Titanum PS, dem Belgier Nino sowie Tip Top van de Zuuthoeve Z, einem 10-jährigen Zangersheider-Wallach sammelte der erfahrene Springprofi mehrfach Platzierungen in der Silver- und Goldtour.